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Politik Was steckt hinter G 7? Sieben Dinge, die man wissen muss
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08:01 11.06.2021
Symbolbild: G-7-Aussenministertreffen im Lancaster House in London.
Symbolbild: G-7-Aussenministertreffen im Lancaster House in London. Quelle: imago images/photothek
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Carbis Bay

Wofür steht das Kürzel G 7? Was machen die Staats- und Regierungschefs eigentlich auf ihren Gipfeln in malerischer Umgebung? Sieben Antworten:

Ursprung

Die Weltwirtschaftskrise 1975 brachte Kanzler Helmut Schmidt und Frankreichs Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing auf die Idee eines Gipfels der größten Industrienationen, um Lösungen zu suchen. Beim ersten Treffen auf Schloss Rambouillet bei Paris kamen die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan und Italien zusammen. Ein Jahr später komplettierte Kanada die G 7 für die nächsten fast 30 Jahre.

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Gescheiterte Erweiterung

Russland erhielt 2002 die Vollmitgliedschaft, die G 8 existierte aber nur bis 2013. Wegen der russischen Annexion der Krim platzte 2014 der Gipfel im russischen Sotschi am Schwarzen Meer. Seitdem heißt die Gruppe wieder G 7.

Selbstverständnis

Der G 7 gehörten anfangs die sieben größten Industrienationen der Welt an. Heute ist das nicht nicht mehr der Fall: Italien und Kanada sind von China und Indien aus den Top 7 verdrängt worden. Die Wirtschaftskraft gilt aber heute ohnehin nicht mehr als wichtigstes Bindeglied zwischen den Mitgliedstaaten. Die gemeinsamen Werte der sieben Demokratien gewinnen angesichts des wachsenden Wettstreits mit Autokratien wie China und Russland an Bedeutung.

Gäste

Aus diesem Grund sind in diesem Jahr auch die Demokratien Indien, Australien, Südkorea und Südafrika dabei. Das war eine Idee des britischen Premierministers Boris Johnson, der als G-7-Gastgeber das Recht hat, Gäste zum Gipfel einzuladen.

Themen

Anfangs ging es bei den Gipfeln vor allem um die Wirtschaft. Deswegen wurden die Treffen auch Weltwirtschaftsgipfel genannt. Heute geht es um globale Fragen aller Art, diesmal vor allem um die Corona-Pandemie und den Klimawandel.

Arbeitsweise

Die jährlichen Gipfel der Staats- und Regierungschefs werden durch Treffen ihrer Unterhändler und der Fachminister vorbereitet. Verbindliche Beschlüsse kommen dabei am Ende nicht heraus. In einem Abschlussdokument werden aber gemeinsame Positionen und Ziele festgeschrieben, an denen sich die Staats- und Regierungschefs messen lassen müssen.

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Vorsitz

Die sieben Mitgliedstaaten wechseln sich ab. In diesem Jahr ist Großbritannien an der Reihe, im nächsten Jahr hat Deutschland den Vorsitz. Gastgeber wird dann ein neuer Kanzler oder eine neue Kanzlerin sein. Angela Merkel verabschiedet sich im südenglischen Carbis Bay nach 15 Gipfeln von der G 7.

RND/dpa

Der Artikel "Was steckt hinter G 7? Sieben Dinge, die man wissen muss" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.