Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Vor Corona-Gipfel: Bremen will Hotspot-Strategie durchsetzen
Mehr Welt Politik Vor Corona-Gipfel: Bremen will Hotspot-Strategie durchsetzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 14.11.2021
Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, fordert eine Hotspot-Strategie.
Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, fordert eine Hotspot-Strategie. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Anzeige
Berlin/Bremen

Am Donnerstag wollen Bund und Länder zusammenkommen, um erneut über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu sprechen. Vor der geplanten Runde kündigte der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) einen klaren Kurs an: „Wir müssen uns auf der MPK auf bestimmte bundeseinheitliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie einigen.“

Aus seiner Sicht zählen dazu unter anderem 3G am Arbeitsplatz, 2G-Regeln und eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. „Es darf in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck entstehen, dass Bund und Länder in schwierigen Zeiten nicht zu einem gemeinsamen Vorgehen in der Lage sind.“

Bremen fordert Hotspot-Strategie

Die einheitlichen Regeln für ganz Deutschland sollten sich jedoch am Infektionsgeschehen orientieren und in Regionen mit hohen Inzidenzen angepasst werden. „Ich plädiere sehr für eine ergänzende Hotspot-Strategie“, so Bremens Bürgermeister. „Es kann nicht richtig sein, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 100 die gleichen Einschränkungen gelten wie in denen mit einer Inzidenz von über 1000.“ Deshalb müssten ergänzend zu den bundeseinheitlichen Regeln noch Regeln und Handlungsmöglichkeiten für die von der Pandemie ganz besonders betroffenen Länder hinzukommen.

Mehr zum Thema

Kostenlose Corona-Tests: Bund der Steuerzahler fordert Qualitätsoffensive und engmaschige Kontrollen

100.000 weitere Tote sind realistisch: Experten fordern „Not-Schutzschalter“

Freifahrtschein für Fußballfans? Intensivmediziner kritisiert Corona-Ausnahmen im Fußball

Bremen und Schleswig-Holstein haben niedrigste Inzidenz

In Bremen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 100,6 (Stand 12.11.2021) und ist damit so niedrig wie in kaum einem anderen Bundesland. Nur in Schleswig-Holstein gibt es weniger Neuinfektionen (93,9). Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist Sachsen mit einem Inzidenzwert von 569.

In der Stadt Bremen gilt seit Ende Oktober die niedrigste Warnstufe null. Dadurch entfällt auch die 3G-Regel in Innenräumen. Anders sieht die Situation in der zum Bundesland Bremen gehörenden Seestadt Bremerhaven aus, wo Warnstufe eins gilt und damit auch die 3G-Regel. Die 2G-Regel tritt erst bei höheren Warnstufen in Kraft. Restaurants, Theater, Clubs oder auch Musikschulen und Sportstätten dürfen sie in Bremen anwenden.

RND

Von Sven Christian Schulz /RND

Der Artikel "Vor Corona-Gipfel: Bremen will Hotspot-Strategie durchsetzen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.