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09:38 28.03.2019
Der 42-jährige Iraker verübte bereits Anschläge auf ICE-Trassen. Quelle: Soeren Stache/dpa
Wien

Der wegen Terrorverdachts in Wien verhaftete Iraker war für die österreichischen Behörden ein unbeschriebenes Blatt. Er sei völlig unbescholten gewesen, sagte die Wiener Staatsanwältin Nina Bussek am Mittwoch. „Es ist strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten und auch nicht als Gefährder eingestuft.“

Nach Darstellung der „Kronen Zeitung“ lebte der Mann als anerkannter Flüchtling schon seit vielen Jahren mit seiner Familie in Wien. Es handele sich um einen Ex-Militär aus dem Irak. Als Mitarbeiter einer Securityfirma soll er laut Zeitung Zugang zu sensiblen Sicherheitsbereichen von Fußballstadien und Einkaufszentren gehabt haben.

Drohschreiben auf arabisch

Der Mann war im Zusammenhang mit Anschlägen auf der ICE-Strecke von Nürnberg nach München im Oktober und im Dezember auf eine Bahnstrecke in Berlin-Karlshorst festgenommen worden. In beiden Fällen hatten die Ermittler Drohschreiben in arabischer Sprache gefunden, in Berlin auch eine IS-Flagge. Verletzt wurde niemand.

Eine Nachbarin äußerte sich über den 42-jährigen Iraker, dem Anschläge auf zwei Bahnstrecken in Deutschland vorgeworfen werden. „Er war wirklich sehr lieb, sehr familiär“, sagte die Frau dem TV-Sender „oe24“.

Der 42-jährige Iraker soll vor rund fünf Monaten ein Stahlseil über die Gleise auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München gespannt haben, wie die Generalstaatsanwaltschaften München und das bayerische Landeskriminalamt am Mittwoch mitteilten.

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Stahlseil zwischen Oberleitungsmasten befestigt

Konkret geht es um zwei Fälle: Am 7. Oktober war auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München bei Allersberg ein Stahlseil zwischen den Oberleitungsmasten befestigt worden, zudem wurden mit Metallteilen verstärkte Holzkeile auf den Gleisen aufgebracht, um einen darüberfahrenden Zug zum Entgleisen zu bringen, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Ein ICE hatte die Hindernisse überfahren, war aber nur leicht beschädigt worden.

Die Polizei Berlin hatte am 24. und 25. Dezember von einem vergleichbaren Eingriff an einer Bahnstrecke in Karlshorst berichtet, bei dem auch ein Oberleitungsschaden festgestellt worden war. Auch hier fanden Ermittler in Tatortnähe Schriftstücke in arabischer Sprache sowie eine Flagge des IS.

Die Festnahme erfolgte bereits am Montag, aktuell wird der Mann in Wien auch von deutschen Ermittlern vernommen.

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Sein Facebook-Profil verrate viel über die Gesinnung des Mannes. So verherrliche der Iraker radikale Islam-Prediger und gelte als ISIS-Fanatiker und USA-Hasser.

Von RND/dpa/lf

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