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Politik Verdi-Chef Bsirske weist Kritik der Arbeitgeber an Rente mit 63 zurück
Mehr Welt Politik Verdi-Chef Bsirske weist Kritik der Arbeitgeber an Rente mit 63 zurück
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14:36 24.04.2019
Verdi-Chef Frank Bsirske verteidigt die Rente mit 63. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Berlin

Verdi-Chef Frank Bsirske hat die scharfe Arbeitgeberkritik an der Rente mit 63 zurückgewiesen. „Ich finde die Entscheidung richtig, die Rente mit 63 zu ermöglichen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). „Die einzige Alternative wäre doch, noch mehr Menschen, die hart gearbeitet haben und den Belastungen nicht mehr standhalten können, mit gekürzten Renten und Abschlägen nach Hause zu schicken. Das wäre ungerecht“, fügte er hinzu. Bsirske kritisierte: "Der Fachkräftemangel ist zudem hausgemacht. Immer weniger Unternehmen haben in den letzten Jahren ausgebildet." Der Gewerkschaftsvorsitzende sagte: „Viel zu viele haben sich zu lange darauf ausgeruht, dass andere Unternehmen ausbilden. Jetzt haben wir eine Rekordzahl an Nicht-Ausgebildeten. Das können die Arbeitgeber sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels so nicht mehr leisten.“

Was ist mit der Ausbildung?

Die Arbeitgeber müssten „jetzt endlich Verantwortung tragen für eine nachhaltige Ausbildung von Nachwuchskräften und in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren statt alles auf diejenigen abzuwälzen, die von der Arbeit ohnehin kaputt sind“, sagte Bsirske.

Der Arbeitgeberverband BDA hatte zuvor kritisiert die Rente mit 63 habe zur einer Ausweitung des Fachkräftemangels geführt.

Lesen Sie auch: Rente – eine Frage der Generationengerechtigkeit

Von Rasmus Buchsteiner und Tobias Peter/RND

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