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Politik Umweltschützer kritisieren Beschlüsse auf UN-Gipfel als Fehlschlag
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08:37 19.12.2009
Eine Spitzenrunde mit den wichtigsten Staats- und Regierungschefs hat auf einen Mini-Kompromiss geeinigt: Umweltschützer kritisieren die Beschlüsse.
Eine Spitzenrunde mit den wichtigsten Staats- und Regierungschefs hat auf einen Mini-Kompromiss geeinigt: Umweltschützer kritisieren die Beschlüsse. Quelle: afp
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Umweltschützer haben die Beschlüsse auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen als „Fehlschlag“ kritisiert. „Der Gegensatz zwischen der Klimarhetorik und den tatsächlichen Beschlüssen kann Millionen Menschen das Leben kosten“, erklärte der Vorsitzende des internationalen Umweltverbands WWF, Kim Carstensen, am Freitagabend in Kopenhagen. Er kritisierte vor allem das weitgehende Fehlen konkreter Verpflichtungen in der von einer Gruppe von Staaten nach zähen Verhandlungen getroffenen Übereinkunft.

„Die internationale Klimapolitik steht vor einem Scherbenhaufen“, erklärte das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“. „Viel zu lange haben Bundesregierung und EU taktiert, um die Kosten niedrig zu halten“, kritisierte die Direktorin des Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Durch ihre Verzögerungstaktik hätten die Industriestaaten „Millionen Menschen zu Hunger, Leid und Tod verurteilt, während sich der Klimawandel beschleunigt“, sagte der Vorsitzende des Umweltverbands Friends of the Earth International, Nnimmo Bassey. Das Ergebnis sei „eine Katastrophe für die ärmsten Länder“. „Der Klimagipfel brachte keinen Fortschritt“, sagte auch der Vorsitzende des Umweltverbands BUND, Hubert Weiger, der „Thüringer Allgemeinen“ (Samstagsausgabe).

afp

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