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Politik USA erinnern an achten Jahrestag der Terroranschläge
Mehr Welt Politik USA erinnern an achten Jahrestag der Terroranschläge
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16:58 11.09.2009
Die Trümmerlanschaft am "Ground Zero" nach den Anschlägen in New York. Quelle: afp/Archiv
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Obama und Mitglieder seiner Regierung versammelten sich am achten Jahrestag zu einer Schweigeminute im Garten des Weißen Hauses. An „Ground Zero“, wo einst die Zwillingstürme des New Yorker World Trade Centers standen, wurden die Namen der Opfer verlesen.

Die Gedenkminute um 08.46 Uhr (14.46 Uhr MESZ) erinnerte an den Augenblick, als Terroristen ein Flugzeug in den ersten Turm des World Trade Center in New York steuerten. „Jedes Jahr an diesem Tag sind wir alle New Yorker“, schrieb Obama in einem Beitrag für die Zeitung „New York Daily Times“. Er zog eine Parallele zu dem unpopulären Einsatz in Afghanistan: Dieser sei Teil der Strategie, „die Extremisten zu bekämpfen, die uns am 11. September angegriffen haben“.

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Nach der Gedenkminute sprach Obama mit Hinterbliebenen der rund 3000 Opfer, danach beteiligte er sich an einer Gedenkfeier am Verteidigungsministerium in Washington. „Wir werden im Kampf gegen die El Kaida nicht nachlassen“, versprach er in einer kurzen Rede vor der Kranzniederlegung. „Wenn es um die Verteidigung unserer Nation geht, werden wir niemals zögern.“ Eines der entführten Flugzeuge war in das Pentagon gerast, dabei starben 184 Menschen.

Vor der Baugrube an „Ground Zero“, dem ehemaligen Standort des World Trade Center, versammelten sich Hinterbliebene, Politiker, Feuerwehrleute und Rettungsteams. Für die US-Regierung war Vizepräsident Joe Biden angereist. Bürgermeister Michael Bloomberg erinnerte an den Einsatz der New Yorker Feuerwehr, die in den einstürzenden Zwillingstürmen 343 Mitarbeiter verlor. „Ihr Engagement und ihre Selbstlosigkeit sind für immer mit der Geschichte unserer Stadt verknüpft“, sagte Bloomberg.

In New York wächst derweil der Unmut über das schleppende Tempo der Neubebauung von „Ground Zero“, wo neben einem Hochhauskomplex auch eine Gedenkstätte für die Opfer entstehen soll. In einer Umfrage der Universität Quinnipiac äußerten 25 Prozent der befragten New Yorker Unmut darüber, dass es immer noch keine Gedenkstätte gibt. Die Bauarbeiten sind unter anderem wegen der Kapitalknappheit infolge der Finanzkrise ins Stocken geraten.

Im Kapitol in Washington enthüllten Abgeordnete eine Bronzeplakette, die den „Passagieren und der Crew von Flug 93“ Dank ausspricht. Dieses vierte entführte Flugzeug wurde von Passagieren über Pennsylvania zum Absturz gebracht. Möglicherweise hatten es die Entführer in das Kapitol steuern wollen. Ihre „heroische Opferbereitschaft“ habe „nicht nur unzählige Leben gerettet, sondern auch das US-Kapitol vor der Zerstörung“, heißt es auf der Plakette.

afp