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Politik USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen sprunghaft an
Mehr Welt Politik USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen sprunghaft an
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14:22 26.03.2020
Eine Mall in New York. Viele Geschäfte sind auch in den USA in der Corona-Krise geschlossen. Quelle: imago images/Levine-Roberts
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Washington

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind infolge der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA sprunghaft angestiegen. Ihre Zahl hat sich von 282.000 in der Vorwoche auf nunmehr rund 3,3 Millionen verzehnfacht, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

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Experten hatten bereits zuvor mit einem dramatischen Anstieg der Erstanträge gerechnet. Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Corona-Krise: Fast die Hälfte der Amerikaner unterliegt Ausgangsbeschränkungen

In der Vorwoche hatte es nur einen Anstieg um 70.000 gegeben. Seither hat die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 das öffentliche Leben aber in weiten Teilen der USA zum Erliegen gebracht.

Die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat das öffentliche Leben in weiten Teilen der USA zum Erliegen gebracht. Fast die Hälfte der rund 330 Millionen Amerikaner unterliegen nun von Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen.

US-Regierung will Steuerzahlern mit 500 Mrd Dollar helfen

Viele Geschäfte sind geschlossen, Restaurants und Hotels bleiben leer, zahllose Reisen wurden abgesagt. Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen müssen daher Arbeitslosenhilfe beantragen.

Entlassungen sind in den USA in der Regel wesentlich schneller möglich als etwa in Deutschland. In den USA gab es bislang auch keine Regelung wie das deutsche Kurzarbeitergeld, die den Arbeitsmarkt in Krisensituationen stabilisiert.

Analysten fürchten eine Rezession durch Coronavirus-Pandemie

Arbeitgebern soll es nun möglich sein, Angestellte für bis zu vier Monate zu beurlauben anstatt sie zu entlassen. In dieser Zeit würde der Staat für das Gehalt aufkommen. Das Gesetzespaket muss aber diese Woche erst noch vom Repräsentantenhaus beschlossen werden.

Das gesamte Ausmaß der wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Pandemie ist immer noch nicht absehbar. Viele Analysten befürchten inzwischen aber einen dramatischen Einbruch im zweiten Quartal und eine Rezession aufs ganze Jahr betrachtet.

Pandemie-Auswirkungen: Massives Konjunkturpaket

Der US-Kongress hat in der Nacht zum Donnerstag ein massives Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern. Als Teil des Pakets soll auch die Arbeitslosenhilfe deutlich ausgeweitet werden.

Manche Analysten gingen auch davon aus, dass die Zahlen der Erstanträge in Wirklichkeit noch dramatischer waren als am Donnerstag bekanntgegeben, weil viele Staaten zuletzt mit der Flut der Erstanträge überfordert waren.

Arbeitslosenquote: Zahlen für März werden Freitag veröffentlicht

Der Gouverneur von New York etwa, Andrew Cuomo, hatte am Wochenende eingeräumt, dass die Webseite wegen des hohen Volumens der Anträge immer wieder zusammengebrochen sei. In den Call Centern arbeiteten rund 700 Menschen sagte er. Ein solches Volumen an Anträgen habe der Staat bislang noch nicht erlebt.

Die Arbeitslosenquote im Februar - also noch vor der rasanten Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 in den USA - lag bei niedrigen 3,5 Prozent. Das war der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Die Zahlen für März sollen erst am kommenden Freitag veröffentlicht werden.

Bis Anfang Februar brummte die US-Konjunktur noch, an der Börse wurden Höchststände vermeldet und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent. Präsident Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, rühmte sich seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik.

Corona in den USA: 70 000 bestätigte Infektionen

Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte. Trump verspricht derweil, die Wirtschaft werde nach dem Ende der Epidemie wieder „wie eine Rakete“ durchstarten.

In den USA gab es bis Donnerstagmorgen (Ortszeit) Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 70 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 1000 Menschen sind infolge der vom Virus ausgelösten Erkrankung Covid-19 gestorben.

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RND/dpa

Der Artikel "USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen sprunghaft an" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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