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Politik US-Promis verurteilen lockere Waffengesetze und attackieren Trump
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17:06 06.08.2019
Sängerin Rihanna kritisierte US-Präsident Donald Trump heftig. Quelle: imago/ZUMA Press
Los Angeles

Nach den beiden jüngsten Massakern in den USA mit mehr als 30 Toten fordern Prominente strengere Waffengesetze. Laut einer Umfrage sprächen sich 97 Prozent der Waffenbesitzer für Hintergrundprüfungen bei Waffenkäufen aus, sagte Comedian Jimmy Kimmel (51) am Montagabend (Ortszeit) in seiner Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“. „97 Prozent! Das ist einmalig. Man könnte Menschen fragen, ob Eis lecker ist, und würde nicht auf 97 Prozent kommen“, bemerkte Kimmel ironisch.

Zuvor hatte unter anderem Schauspielerin Reese Witherspoon (43) auf Twitter gefragt: „Wann werden unsere US-Vertreter den Menschen dieses Landes die allgemeinen Waffengesetze geben, die wir alle fordern?“

Auch Sängerin Rihanna (31) kritisierte die Möglichkeit, schwere Waffen legal zu erwerben. Zudem attackierte sie US-Präsident Donald Trump persönlich: „Ähm Donald, du hast "Terrorismus" falsch geschrieben“, schrieb sie auf Instagram - augenscheinlich eine ironische Reaktion darauf, dass Trump die Tat von El Paso als „Akt der Feigheit“ bezeichnet hatte.

250 „Mass Shootings“ seit Jahresbeginn

Bei dem offenbar rassistisch motivierten Angriff im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Mann am Wochenende 22 Menschen getötet. Unabhängig davon brachte ein anderer Schütze Stunden später in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen um.

Angesichts des Angriffs in El Paso war der US-Präsident in die Kritik geraten, mit seiner Rhetorik Hassverbrechen den Weg zu ebnen. Sänger John Legend (40) schrieb auf Twitter: „Wenn wir das rassistische Gift verurteilen, das aus dem Mund des Präsidenten kommt, und auf die Bigotterie seiner Politik hinweisen, dann ist das keine akademische Frage und kein politisches Spiel, es geht um Leben und Tod.“ Trump sei „Teil des Problems“, erklärte Legend.

Seit Jahresanfang hat es laut einer Statistik der Organisation Gun Violence Archive in den USA mehr als 250 sogenannte „Mass Shootings“ gegeben, also Fälle, bei denen mindestens vier Menschen durch Schusswaffengewalt verletzt oder getötet wurden.

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Von RND/dpa