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Politik Joe Biden will Trump als US-Präsident ablösen – mit 78 Jahren
Mehr Welt Politik Joe Biden will Trump als US-Präsident ablösen – mit 78 Jahren
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21:50 17.12.2018
Joe Biden, Ex-Vizepräsident der USA. Quelle: picture alliance / CITYPRESS24
Washington,

Es ist nicht der übliche Alltag eines 76-Jährigen: Joe Biden flog vor wenigen Tagen für eine Rede von Delaware nach Kalifornien, sauste unmittelbar nach dem Auftritt zurück an die Ostküste, um wenige Stunden später eine Maschine in Richtung Mittleren Westen zu nehmen. Der ehemalige amerikanische Vizepräsident blickt mit entschlossenem Blick auf das Jahr 2020: Dann, so heißt es in seinem Umfeld, will der Politikpensionär gegen Donald Trump antreten.

Wie ernst gemeint die Pläne des alten Herren sind, zeigt die allererste Umfrage zum möglichen Kandidatenfeld der US-Demokraten in Iowa – also in dem Bundesstaat, in dem traditionell die ersten Vorentscheidungen getroffen werden. Demnach liegt Biden in der Gunst der Wähler weit vor Bernie Sanders, Elizabeth Warren und all den anderen potenziellen Kandidaten.

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Sollte ihm der Coup tatsächlich gelingen, wäre Biden der älteste jemals gewählte Präsident der Vereinigten Staaten. Die Frage des eigenen Alters ist es denn auch, die ihn besonders umtreibt – und auf die er bereits eine verblüffende Antwort haben könnte: Als sein „Running Mate“ ist Beto O`Rourke (46) im Gespräch, der ebenso junge wie smarte Abgeordnete aus Texas, der im November um Haaresbreite Ted Cruz den Senatssitz in dem vermeintlich so konservativen Bundesstaat abgejagt hätte.

Biden gilt als Interessenvertreter der amerikanischen Arbeiterschaft

Biden und O`Rourke – das wäre tatsächlich ein Gespann, das in weiten Teilen der amerikanischen Gesellschaft Sympathien gewinnen könnte. Für US-Verhältnisse sind beide Politiker fest im linken Lager verankert, genießen aber bis tief in die Mitte großen Respekt. Biden, der von 1973 bis 2009 im Senat saß, besitzt aus Sicht vieler Wahlkampfstrategen zudem einen entscheidenden Vorteil:

In seiner langen Washingtoner Karriere galt er stets als Interessenvertreter der amerikanischen Arbeiterschaft – genau jener Wählergruppe, die früher als Stammklientel der Demokratischen Partei galt, sich später politisch heimatlos fühlte und von Trump erfolgreich umworben wurde.

Langjährige außenpolitische Kompetenz

Wenn Biden nach dem Kern seines Programms gefragt wird, lautet seine Antwort denn auch: „Der amerikanische Traum lässt sich mit einem Wort beschreiben: Möglichkeiten.“ Den eigenen Zielen mit aller Kraft nacheifern zu können, sollte allen Menschen im Land offenstehen. In die Waagschale werfen kann der wackere Demokrat zudem seine langjährige außenpolitische Kompetenz:

Als Senator und als Vizepräsident ist er nicht nur mit der Komplexität der heutigen Krisen in aller Welt bestens vertraut, er kennt zumeist auch ihre Entstehungsgeschichte. Auf die Frage, wen er denn mit Blick auf 2020 als geeigneten Kandidaten sehen würde, antwortet Biden daher gern mit einem breiten Lachen: „Ehrlich gesagt, der beste Kandidat bin ich.“

Von Stefan Koch/RND

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