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Politik US-Bundesstaat Alabama will Kinderschänder chemisch kastrieren lassen
Mehr Welt Politik US-Bundesstaat Alabama will Kinderschänder chemisch kastrieren lassen
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10:00 06.06.2019
Das State Capitol Building in Montgomery, Alabama (Symbolfoto). Quelle: imago images / robertharding
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Washington

Der US-Bundesstaat Alabama hat erneut ein umstrittenes Gesetz verabschiedet. Wie US-Medien und die Nachrichtenagentur AFP übereinstimmend berichten, sollen sich verurteilte Kinderschänder freiwillig einer chemischen Kastration unterziehen, um vorzeitig auf Bewährung freizukommen. Nur unter dieser Bedingungen wäre demnach eine frühere Haftentlassung möglich.

Das Gesetz muss noch von der republikanischen Gouverneurin unterzeichnet werden, die aber bereits ihre Zustimmung signalisiert hat.

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Nach dem Gesetz müssten Personen, die wegen einer Sexualstraftat mit einem Kind unter 13 Jahren verurteilt worden sind, sich einen Monat vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis der chemischen Behandlung unterziehen. Die Medikamente senken den Testosteronspiegel der Verurteilten. Bezahlt werden müsste die Maßnahme von den Straftätern selbst.

Angeordnet würde dies von einem Richter, der auch entscheidet, wie lange diese Maßnahme nötig ist. Setzt der Verurteilte die Medikamente selbst ab, müsste er zurück ins Gefängnis.

Alabama wäre nicht der einzige US-Staat, der verurteilten Sexualstraftätern eine solche chemische Kastration erlaubt. Auch in Kalifornien, Florida, Guam, Iowa, Louisiana, Montana und Wisconsin sind solche Maßnahmen möglich.

Zuletzt hatte der US-Bundesstaat für Schlagzeilen gesorgt, weil er eines der schärfsten Abtreibungsgesetze der Vereinigten Staaten abgesegnet hatte.

Von RND/das

Der Artikel "US-Bundesstaat Alabama will Kinderschänder chemisch kastrieren lassen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.