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Politik US-Botschafter: Beim Thema Militär braucht Deutschland Druck
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18:34 04.09.2019
Richard Allen Grenell, Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland. Quelle: imago images/Frank Sorge/BildFunkMV/Montage RND

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat von der Bundesregierung einen konkreten Plan gefordert, wie das 2-Prozent-Ziel der Nato erreicht werden kann. „Wenn Deutschland die Deadline im Jahr 2024 nicht schafft, dann muss es einen Plan entwerfen, wann es endlich so weit sein wird, dass dieses Nato-Ziel erreicht wird“, sagte Grenell dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Dieses Thema ist zentral dabei, wie sich das deutsch-amerikanische Verhältnis entwickelt.“

Nur wenn Deutschland öffentlich unter Druck gesetzt wird, dann bewegt sich die Regierung in der Frage der Verteidigungsausgaben.

Richard Grenell,;US-Botschafter

Deutschland müsse als stärkste Volkswirtschaft Europas multilateral handeln, betonte Grenell. Doch die Bundesregierung halte sich nicht an die Aussagen aus internen Gesprächen. „Wir haben es in internen Gesprächen versucht und öffentlich. Und es zeigt sich: Nur wenn Deutschland öffentlich unter Druck gesetzt wird, dann bewegt sich die Regierung in der Frage der Verteidigungsausgaben“, so der Botschafter.

"Dann kämen wir endlich voran“

In Vieraugengesprächen gebe es Unterstützung von deutschen Politikern, die betonen, dass die Nato-Verpflichtungen wichtig seien. „Das Problem ist, dieses auch in der Öffentlichkeit umzusetzen und in einen Plan, der dann auch an die Nato überbracht wird“, so Grenell. „Wenn die Vieraugengespräche sich in Taten umwandeln würden, dann kämen wir endlich voran.“

Von Gordon Repinski/RND

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