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Politik UN-Sondergesandter ruft zu Truppenabzug aus Häfen im Jemen auf
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20:50 19.02.2019
Der Hafen im jeminitischen Hodeida ist wichtig für die Versorgung der Bevölkerung. Quelle: Hani Al-Ansi/dpa
New York

Der UN-Sondergesandte für den Jemen hat die Kriegsparteien aufgerufen, sofort mit dem Truppenabzug aus einigen der wichtigsten Häfen des Landes zu beginnen. Am Wochenende hatte sich die Regierung im Jemen mit den schiitischen Huthi-Rebellen auf diesen Schritt geeinigt, um die Ende 2018 in Stockholm vereinbarte Waffenruhe in der Praxis umzusetzen. Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths äußerte am Dienstag die Hoffnung, damit ein Ende des seit vier Jahren andauernden Konflikts einzuleiten, den die Vereinten Nationen als derzeit schlimmste humanitäre Katastrophe weltweit betrachten.

Beide Konfliktparteien hatten sich Samstag und Sonntag bei ihren Gesprächen in Hodeida darauf geeinigt, die zwischenzeitlich immer wieder gebrochene Waffenruhe doch noch umzusetzen und ihre Truppen aus der Hafenstadt abzuziehen. Von dort gelangt der größte Teil der Lieferungen für die notleidende Bevölkerung ins Land. Griffiths sagte, dass sich die Huthis zunächst von den Häfen Salif und Ras Isa zurückziehen würden, später auch aus Hodeida. Der Abzug könne sofort beginnen.

Eines der ärmsten Länder der Welt

Am Wochenende war zudem eine Übereinkunft erzielt worden, dass die Truppen der von Saudi-Arabien angeführten Regierungskoalition im Gegenzug den östlichen Stadtrand von Hodeida abgeben. Bisher hatten beide Kriegsparteien sich gegenseitig beschuldigt, die in Stockholm vereinbarte Waffenruhe zu verletzen.

Jemen ist eines der ärmsten Länder der arabischen Welt und leidet seit 2014 unter dem Konflikt zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen und den vom saudischen Erzrivalen Iran geförderten Rebellen. Laut UN sind zehn Millionen Menschen vom Hungertod bedroht, 80 Prozent der Bevölkerung benötigen dringend Hilfe.

Von RND/dpa

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