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Politik UN-Bericht: Russische Söldner sollen in Libyen Kriegs­verbrechen verübt haben
Mehr Welt Politik UN-Bericht: Russische Söldner sollen in Libyen Kriegs­verbrechen verübt haben
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18:00 04.10.2021
Kämpfer der international anerkannten Regierung (GNA) sind an der Salah-al-Din-Front im Kampf gegen Truppen der Libyschen Nationalen Armee (LNA). Seit neun Jahren tobt in Libyen ein Bürgerkrieg (Archiv- und Symbolbild).
Kämpfer der international anerkannten Regierung (GNA) sind an der Salah-al-Din-Front im Kampf gegen Truppen der Libyschen Nationalen Armee (LNA). Seit neun Jahren tobt in Libyen ein Bürgerkrieg (Archiv- und Symbolbild). Quelle: Amru Salahuddien/XinHua/dpa
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Genf

Russische Söldner haben nach Angaben von UN-Menschenrechts­ermittlern in Libyen Gefangene getötet. Ein am Montag bekannt gewordener Bericht beschuldigte insbesondere Söldner der Sicherheits­firma Wagner, im September 2019 Gefangene erschossen zu haben. „Es gibt daher vernünftige Gründe für die Annahme, dass Wagner-Mitarbeiter Kriegsverbrechen begangen haben könnten“, heißt es in dem Bericht.

Wagner-Mitarbeiter hätten zudem ein Computer­tablet mit einer Karte zurückgelassen, die 35 Orte zeige, an denen Landminen in der Nähe von zivilen Gebäuden in Gebieten eingegraben wurden, die von sich zurückziehenden östlichen Streitkräften verlassen wurden. Die Minen, die hauptsächlich in Russland hergestellt wurden, hätten seit Juni 2020 Zivilisten getötet und verstümmelt, die in ihre Häuser zurückkehrten, hieß es.

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„Die Untersuchungen zeigen, dass mehrere an dem Konflikt beteiligte Parteien potenziell Kriegsverbrechen begangen haben“, schreiben die Autoren des UN-Papiers. Nach dem sogenannten Berliner Abkommen von Januar 2020 verpflichteten sich ausländische Staaten wie Russland oder die Türkei, Soldaten und Söldner aus dem nordafrikanischen Land abzuziehen. Im Dezember sollen dort erstmals wieder Präsidenten- und Parlamentswahlen stattfinden.

RND/Reuters

Der Artikel "UN-Bericht: Russische Söldner sollen in Libyen Kriegs­verbrechen verübt haben" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.