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Politik Trump spielt Konflikt herunter: „Nordkoreas kleine Raketen beunruhigen mich nicht“
Mehr Welt Politik Trump spielt Konflikt herunter: „Nordkoreas kleine Raketen beunruhigen mich nicht“
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16:26 26.05.2019
Trumps Sumo-Diplomatie in Tokio: „Nordkoreas kleine Raketen beunruhigen mich nicht.“ Quelle: -/kyodo/dpa
Tokio

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat seinen Staatsgast Donald Trump zu einem traditionellen Sumo-Ringkampf ausgeführt. Begleitet von ihren Ehefrauen mischten sich Abe und der US-Präsident am Sonntag unter die rund 11 500 Zuschauer im Ryogoku-Kokugikan-Stadion und beobachteten, wie feiste, nur mit einem Lendenschurz bekleidete Männer einander aus dem Kampfring zu werfen suchten. Zuvor hatte Abe seinen Gast mit zwei anderen Dingen bei Laune gehalten, die diesem am Herzen liegen: Cheesburgern und Golf.

Die japanische Regierung nutzt Trumps viertägigen Staatsbesuch für eine Charmeoffensive, um dem Präsidenten Kompromisse in Handelsfragen abzuringen. Trump will das Handelsbilanzdefizit der USA gegenüber Japan beseitigen. Er hat mit Zöllen auf japanische Autos und Autoteile gedroht, diese aber kürzlich ein halbes Jahr aufgeschoben. Aluwenminium und Stahl aus Japan sind bereits mit Zöllen belegt. Ein weiteres Gesprächsthema dürfte Nordkorea sein, das jüngst mehrfach Kurzstreckenwaffen getestet hatte.

Am Sonntag lud Abe Trump zunächst zu einer Partie Golf über 16 Löcher ein. Zum Lunch gab es Doppelcheeseburger mit Fleisch von US-Rindern - Importware also. Schließlich folgte das Sumo-Turnier, einer Sportart, die Trump nach eigenen Worten fasziniert. Der Präsident nahm ein paar Sitzreihen vom Ring entfernt Platz und überreichte dem Sieger Asanoyama den Präsidentenpokal - eine 1,37 Meter hohe Trophäe, die nach Angaben des Weißen Hauses 27 bis 32 Kilogramm wiegt und von den Medien „Trump-Pokal“ getauft wurde.

Am Montag folgt die nächste Ehre für Trump. Als erstes Staatsoberhaupt wird er vom neuen Kaiser Naruhito empfangen.

Trump testete indessen die Nervenstärke seiner Gastgeber mit einer Bemerkung über Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Er spielte die jüngsten nordkoreanischen Raketentests herunter, indem er twitterte: „Nordkorea hat ein paar kleine Waffen abgefeuert, was einige meiner Leute und andere beunruhigt hat, aber nicht mich.“ Er vertraue darauf, dass Kim seine Versprechen ihm gegenüber einhalte.

Trump optimistisch beim Thema Handel

Kim hatte ein Testmoratorium für Raketen zugesagt. Trump ist offenbar der Auffassung, dass dies nur auf Interkontinentalraketen zutrifft, die die USA treffen können. Kurzstreckenwaffen, mit denen Nordkorea Japan bedroht, betrachtet er offensichtlich nicht als Problem. Sein Sicherheitsberater John Bolton hatte dagegen gesagt, die Tests von Kurzstreckenraketen verstießen eindeutig gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.

Mit Blick auf die Handelsgespräche sprach Trump von großen Fortschritten. Landwirtschaft und Fleisch spielten eine große Rolle. Vieles müsse aber bis nach den Wahlen in Japan im Juli warten. „Da erwarte ich große Zahlen“, twitterte er.

Lesen Sie auch: Nix wie weg: Warum Trump inzwischen überall lieber ist als in Washington

Von AP/RND

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