Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Top-US-Diplomat Richard Holbrooke gestorben
Mehr Welt Politik Top-US-Diplomat Richard Holbrooke gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:55 14.12.2010
Richard Holbrooke ist tot. Quelle: dpa
Anzeige

Holbrooke, der Anfang der 90er Jahre auch kurze Zeit als Botschafter in Bonn gedient hatte, war am Freitag während einer Sitzung im Washingtoner Außenministerium zusammengebrochen. Er wurde im Krankenhauses der George Washington Universität über 20 Stunden lang operiert. Sein Zustand blieb lebensbedrohlich; er starb im Krankenhaus, berichtete der TV-Sender CNN. Noch wenige Stunden zuvor hatte US-Außenministerin Hillary Clinton seinen Zustand als stabil, aber nach wie vor „sehr kritisch“ bezeichnet.

„Er ist einfach einer Giganten der amerikanischen Außenpolitik“, sagte Präsident Barack Obama am Montag bei einem Empfang für das diplomatische Korps über Holbrooke, kurz bevor dessen Tod bekanntwurde. Holbrooke glaube stets daran, dass Frieden möglich ist. Bereits am Wochenende hatte Obama seinen Top-Diplomaten, dessen Mutter aus Stuttgart stammte, als ein entscheidendes Mitglied seines Teams für Afghanistan und Pakistan gelobt.

Anzeige

Holbrooke wurde im Januar 2009 von Obama damit beauftragt, sich um die Krisenherde in Südasien zu kümmern. Viele Male ist er in dieser Zeit in die Region gereist.

Holbrooke setzte sich mit Nachdruck auch dafür ein, dass die ökonomische Entwicklung in Afghanistan und Pakistan vorangetrieben werden müsse. Daher plädierte er stets für mehr Entwicklungshilfe für die gefährdeten Länder der Region.

Noch kurz vor seinem Tode half Holbrooke mit, den langerwarteten Fortschrittsbericht über den Krieg in Afghanistan auszuarbeiten, den die US-Regierung demnächst vorstellen will.

dpa