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Mehr Welt Politik Teenager tötet Gläubige bei Anschlag auf Moschee
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17:41 05.11.2010
Verletzte nach dem Anschlag auf eine Moschee in Peshawar in Pakistan.
Verletzte nach dem Anschlag auf eine Moschee in Peshawar. Quelle: dpa
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Eine zweite Moschee in Pakistan ist am Freitag von einer Explosion erschüttert worden. Das berichteten Behörden und Medien des Landes. Mindestens 3 Menschen wurden bei dem Handgranatenangriff getötet - 18 weitere wurden verletzt. In der Moschee in einem Vorort der Provinzhauptstadt Peshawar hielten sich nach Polizeiangaben 60 bis 70 Menschen auf. „Die Angreifer schleuderten drei Handgranaten unter die zum Abendgebet versammelten Gläubigen“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Explosion ereignete sich nur wenige Stunden nach einem Selbstmordanschlag. Nach Behördenangaben hatte ein 14 oder 15 Jahre alter Junge den Sprengstoff an seinem Körper gezündet.

Bei einem Anschlag des Teenagers beim Freitagsgebet in einer Moschee im Nordwesten Pakistans starben mindestens 45 Menschen. Mehr als 70 weitere Gläubige und Passanten seien verletzt worden, sagte ein Behördensprecher. Nach seinen Angaben drang ein 14 oder 15 Jahre alter Junge in die Moschee ein und zündete den Sprengstoff an seinem Körper. Private Nachrichtensender meldeten mehr als 50 Tote. Die radikal-islamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für die Tat.

In Fernsehbildern war zu sehen, dass von der Moschee in der Stadt Darra Adam Khel 40 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Peshawar nur Trümmer übrig blieben. Durch die Wucht der Detonation wurden auch Häuser in der Umgebung beschädigt. Rettungskräfte befürchteten einen Anstieg der Opferzahl, da viele Verletzte in Lebensgefahr schwebten. Augenzeugen berichteten, dass der Attentäter Komplizen hatte, die nach der Detonation in die Luft feuerten und dann verschwanden.

Bei einem ähnlichen Anschlag während des Freitagsgebets in einer Moschee in der Region waren im vergangenen Monat drei Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Der Informationsminister der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa (früher Nordwest-Grenzprovinz), Mian Iftikhar Hussain, sagte nach der jüngsten Tat, der Kampf gegen die Extremisten werde fortgesetzt. „Wir sind bereit, mehr Opfer in diesem Krieg gegen Terrorismus zu bringen.“ Die Aufständischen würden in jedem Fall besiegt werden, da sie im Unrecht seien.

dpa

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.