Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Syrische Regierungstruppen erobern Dörfer an Grenze zu Idlib
Mehr Welt Politik Syrische Regierungstruppen erobern Dörfer an Grenze zu Idlib
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 07.08.2019
Das syrische Staatsfernsehen berichtet, dass Regierungstruppen eine neue Operation zur Bekämpfung von unterirdischen Tunneln gestartet haben, die angeblich vom Islamischen Staat (IS) genutzt werden. Quelle: dpa
Beirut

Syrische Regierungstruppen haben zwei Dörfer an der Grenze zur letzten Rebellenprovinz Idlib erobert. Während der Nacht sei das Dorf Arbain, am frühen Morgen das nahe gelegene Sakat eingenommen worden, meldeten die staatlich kontrollierten Syrischen Zentralen Militärmedien und die in Großbritannien beheimatete Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Türkei drohte erneut mit einem Eingreifen im Nordosten.

Bei der Eroberung von Arbain und Sakat seien 18 Aufständische und zehn regierungstreue Kämpfer getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. Die Dörfer liegen nur wenige Kilometer entfernt von Kfar Seita an der Grenze zwischen den Gouvernements Idlib und Hama. Dies ist einer der größten Orte im Norden von Hama und wird seit 2012 von Aufständischen kontrolliert. Die Regierungstruppen stünden „vor den Toren“ des Ortes, erklärte die Beobachtungsstelle. Kfar Seita und Latamne seien offenbar die nächsten Ziele der Regierungsoffensive.

Offensive im Nordwesten

Am Montag hatten die syrischen Streitkräfte angekündigt, ihre Offensive im Nordwesten wieder aufzunehmen, weil die Rebellen, die zum Teil Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida haben, gegen eine Waffenruhe verstoßen hätten. Die Angriffe auf die Rebellengebiete in und um Idlib laufen seit Ende April. Auf beiden Seiten gab es binnen drei Monaten zusammen mehr als 2000 Tote. Luftangriffe und Artilleriebeschuss haben rund 400 000 Menschen vertrieben.

Sollten die Regierungstruppen weiter vorrücken, könnten sie auf türkische Truppen stoßen, die entlang der Grenze der Provinz Idlib zwölf Beobachtungsposten eingerichtet haben. Der nächstgelegene in Morek ist zwölf Kilometer von Sakat entfernt.

Lesen Sie auch: Dutzende Verletzte nach Giftgas-Angriff auf Aleppo

Die Türkei wiederholte ihre Drohung, weiter östlich gegen syrisch-kurdische Kämpfer vorzugehen. Man wolle mit dem Nato-Partner USA eine Sicherheitszone errichten, sagte Verteidigungsminister Hulusi Akar. Nötigenfalls werde die Türkei aber auch allein handeln. Die Gespräche mit den USA über eine Sicherheitszone gingen „positiv“ voran. Die amerikanischen Ansichten näherten sich denen der Türkei an.

Die Türkei möchte östlich des Euphrats eine 30 bis 40 Kilometer tiefe Zone in Syrien einrichten, in der keine syrisch-kurdischen Kämpfer sind. Diese betrachtet sie als Terroristen und Verbündete kurdischer Aufständischer in der Türkei. Die USA unterstützen hingegen die syrisch-kurdischen Kämpfer.

Lesen Sie auch: Raketen treffen Stützpunkte der syrischen Armee

Von RND/AP

Beamte des Bundeskriminalamtes haben in Bayern die Frau eines IS-Kämpfers verhaftet. Die Ermittler werfen ihr Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor.

07.08.2019

Politiker von SPD und Grünen fordern, die Mehrwertsteuer für Fleisch anzuheben. Damit flammt erneut eine Debatte darüber auf, wann der ermäßigte Steuersatz von sieben oder der Regelsatz von 19 Prozent gelten soll. Die bestehenden Regelungen sind oft kurios.

07.08.2019

Eine Kampagne der AfD sorgt in Kreisen der SPD für mächtig Ärger. Führende Parteimitglieder sehen in ihr eine Anlehnung an die Zeit der DDR-Bürgerrechtsbewegung – und finden deutliche Worte in Richtung Björn Höcke und Andreas Kalbitz.

07.08.2019