Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Südkoreas neue Präsidentin will Wiedervereinigung mit Nordkorea
Mehr Welt Politik Südkoreas neue Präsidentin will Wiedervereinigung mit Nordkorea
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:26 25.02.2013
Bei einer feierlichen Zeremonie vor dem Parlament in Seoul legte Südkoreas erste Frau im Staatspräsidentenamt, Park Guen Hye, vor mehr als 50.000 Gästen ihren Amtseid ab. Quelle: dpa
Seoul

Überschattet von schweren Spannungen wegen des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms hat in Südkorea die Tochter des früheren Diktators Park Chung Hee, Park Geun Hye, das Präsidentenamt angetreten. „Nordkoreas jüngster Atomtest ist eine Herausforderung für das Überleben und die Zukunft des koreanischen Volkes“, warnte die 61-jährige konservative Politikerin am Montag in ihrer Antrittsrede. Zugleich versprach sie, in ihrer fünfjährigen Amtszeit durch eine Politik des gegenseitigen Vertrauens die Grundlage für die Vereinigung mit dem kommunistischen Nachbarland schaffen zu wollen.

Die langjährige Abgeordnete der regierenden Saenuri-Partei ist die erste Frau im höchsten Staatsamt des ostasiatischen Landes. Bei einer feierlichen Zeremonie vor dem Parlament in Seoul legte Park vor mehr als 50.000 Gästen, darunter ihr Vorgänger und Parteifreund Lee Myung Bak, ihren Amtseid ab. US-Präsident Barack Obama hatte eine Delegation unter Leitung des nationalen Sicherheitsberaters Tom Donilon nach Seoul geschickt.

Es gebe keinen Zweifel, dass „wir uns in einem extrem ernsthaften Sicherheitsumfeld befinden“, sagte Park. Sie rief Nordkorea auf, auf sein umstrittenes Atomprogramm zu verzichten. Sie wolle ihre Politik zum Nachbarland auf der Grundlage einer glaubwürdigen Abschreckung aufbauen.

Nordkorea hatte vor knapp zwei Wochen unter Verletzung von UN-Resolutionen seinen dritten unterirdischen Atomwaffentest unternommen und damit weltweit Empörung und Kritik ausgelöst. Das Regime in Pjöngjang hatte angedeutet, weitere nukleare Sprengsätze zünden zu wollen. Das weitere Vorgehen will es vom Verhalten des südkoreanischen Bündnispartners USA abhängig machen, denen Nordkorea eine feindselige Politik unterstellt.

Als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben nannte Park die Wiederbelebung der Wirtschaft. Dies wolle sie durch eine „kreative Wirtschaft und wirtschaftliche Demokratisierung“ bewerkstelligen. Im Zentrum einer kreativen Wirtschaft stünden Wissenschaft, Technologie und die IT-Industrie.

Park kehrte nun wieder als Staatschefin in den Präsidentenpalast zurück, den sie nach dem Tod ihres Vaters hatte verlassen müssen. Park Chung Hee, der das Land von 1961 bis 1979 mit eiserner Faust regiert hatte, wird in großen Teilen der Bevölkerung wegen des wirtschaftlichen Aufstiegs während seiner Herrschaft noch sehr verehrt. Das hatte Park bei der Wahl im Dezember nach Ansicht von Beobachtern besonders unter den Wählern der älteren Generation und in konservativen Kreisen geholfen.

dpa

Das Interesse an der Parlamentswahl in Italien war am ersten Tag geringer als bei der Abstimmung vor fünf Jahren. Heute entscheidet sich das politische Schicksal des Landes. Der Ausgang ist völlig offen.

25.02.2013

Wende auf Zypern: Der konservative Politiker Nikos Anastasiades wird nach Prognosen neuer Präsident der von der Staatspleite bedrohten Mittelmeerinsel. Er bekam bei der Stichwahl am Sonntag zwischen 57,6 und 61,5 Prozent der Stimmen.

24.02.2013

Barbusiger Protest hat den in Sex-Skandale verstrickten Silvio Berlusconi am Sonntag bei seiner Stimmabgabe für die Parlamentswahl empfangen: Aktivistinnen der Feministenbewegung Femen riefen „Basta Berlusconi“ (Es reicht mit Berlusconi).

24.02.2013