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Politik Suche nach geklautem Nazi-Schriftzug von Auschwitz - Hohe Belohnung
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14:39 19.12.2009
Unbekannte Täter haben die zynische Nazi-Inschrift „Arbeit macht frei“ am Eingangstor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz gestohlen. Quelle: ddp (Archiv)
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Nach dem Diebstahl des Nazi-Schriftzugs „Arbeit macht frei“ am Eingangstor des früheren deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat die polnische Polizei die Belohnung zur Aufklärung der Tat erhöht. Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, sei nun eine Belohnung von 115.000 Zloty (rund 28.000 Euro) ausgesetzt, wie die Zeitung „Rzeczpospolita“ am Sonnabend in ihrer Onlineausgabe berichtet. Zuvor lag die Belohnung bei 5000 Zloty (rund 1200 Euro). Von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur.

Nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP wurden die vier Wachleute des Museums, die zur Tatzeit Dienst hatten, von der Polizei vernommen. Die Vernehmung habe allerdings zu keinen neuen Erkenntnissen geführt.

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Unbekannte Täter hatten das Schild dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau zufolge in der Nacht zu Freitag gestohlen. Noch am selben Tag wurde eine Kopie der Originalinschrift über dem Eingangstor angebracht. Die Täter drangen nach Angaben der Polizei vermutlich zwischen 3.00 und 5.00 Uhr durch eine Lücke in der Mauer auf das Museumsgelände ein. Die Befestigungen der Inschrift seien auf einer Seite abgeschraubt und am anderen Ende abgerissen worden.

Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hatten die Nazis bis zur Befreiung Anfang 1945 nach Angaben des Museums rund 1,1 Millionen Menschen umgebracht, hauptsächlich Juden. Die zynische Inschrift „Arbeit macht frei“ stand für den angeblichen Erziehungszweck der Konzentrationslager, die tatsächlich der Vernichtung dienten.

ddp