Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Simone Lange und Alexander Ahrens ziehen Kandidatur zurück – offenbar wegen der AfD
Mehr Welt Politik Simone Lange und Alexander Ahrens ziehen Kandidatur zurück – offenbar wegen der AfD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:39 05.09.2019
Ex-Kandidaten Alexander Ahrens, Oberbürgermeister von Bautzen, und Simone Lange, Oberbürgermeisterin von Flensburg: Rückzug zur Begrüßung. Quelle: Oliver Dietze/dpa
Saarbrücken

Das Rennen um den künftigen SPD-Vorsitz hat mit einem Paukenschlag begonnen. Das Kandidatenduo Simone Lange und Alexander Ahrens hat seine Bewerbung bereits in der Vorstellungsrede bei der ersten Regionalkonferenz der SPD in Saarbrücken zurückgezogen. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Lange kündigte an, dass sie stattdessen den früheren Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, sowie die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken unterstützen wollen.

Ihre Kraft und Unterstützung wollten sie auf das Team von Walter-Borjans und Esken übergehen lassen, sagte Lange. Außerdem erklärte sie, auch weiterhin zu den Regionalkonferenzen kommen zu wollen. Wörtlich sagte Lange: „Wir sind nicht weg, wir werden weiter Wahlkampf machen.“

Auf die Bühne darf das Duo nicht mehr

Der Satz führte unter Beobachtern und in den sozialen Medien zu Rätselraten – würden Lange und Ahrens also ihre Auftritte nutzen, um für das Team Esken/Walter-Borjans zu werben?

Nein, hieß es dazu aus dem Willy-Brandt-Haus. Jeder Sozialdemokrat dürfe an den Konferenzen teilnehmen. Auftritte auf der Bühne werde es jedoch nicht mehr geben. Bereits bei den weiteren Diskussionen am Mittwochabend durften Lange und Ahrens nur noch zusehen.

SPD auf Chefsuche: Das sind die Kandidaten

Ein Grund für den Rückzug ist nach RND-Informationen ein handfester Streit zwischen den beiden Bewerbern über den Umgang mit der AfD. Die Flensburgerin Lange tritt für eine kompromisslose Linie ein. Diskussionen mit AfD-Politikern lehnt sie ab. Der Bautzener Oberbürgermeister Ahrens hingegen ist der Meinung, man müsse AfD-Politiker in der Debatte entzaubern. Er hatte jüngst auch die SPD-Bundestagsfraktion dazu aufgefordert, ihren Widerstand gegen einen Parlamentsvizepräsidenten der AfD aufzugeben.

Lange räumte ein, dass es Differenzen zwischen den beiden Bewerbern in dieser Frage gebe. Im Ziel, die AfD zu bekämpfen, sei sie sich mit Ahrens einig, der Weg aber sei strittig. Solche unterschiedlichen Haltungen müssten in der SPD möglich sein, sagte sie noch.

In einem gemeinsamen Bewerberteam sind sie es offenbar nicht.

Von Andreas Niesmann/RND

Nach all den Abgesängen auf das „älteste Parlament der Welt“ hat das britische Unterhaus die Entmachtungspläne Boris Johnsons vorerst abgewehrt und ihm ein Gesetzt gegen den No-Deal-Brexit beschert. Hat sich der Premier verzockt? Jetzt will er Neuwahlen.

05.09.2019

Wie der Iran jetzt bestätigt, sind 7 der 23 Besatzungsmitglieder des britischen Öltankers “Stena Impero”aus humanitären Gründen freigelassen worden. Über eine Freigabe des Tankers selbst entscheide ein Gerichtsverfahren. Die “Stena Impero” war im Juli in der Straße von Hormus festgesetzt worden.

04.09.2019

Knapp zwei Monate vor dem Brexit liegen die Nerven bei den Briten blank. Die Abgeordneten zwingen Premier Boris Johnson den “No-No-Deal”-Brexit auf. Johnson hat einen Antrag auf Neuwahlen gestellt – auch damit ist er gescheitert. Debatte und Ergebnisse hier im Livestream:

05.09.2019