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Politik Selbstmordanschlag in Teheran nahe dem Schrein Khomeinis
Mehr Welt Politik Selbstmordanschlag in Teheran nahe dem Schrein Khomeinis
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08:56 21.06.2009
Der Schrein Khomeinis Quelle: afp

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr sprengte sich der Attentäter am Nachmittag vor dem Mausoleum in die Luft; ein Pilger sei dabei verletzt worden. Die Agenturen beriefen sich bei ihrer Meldung auf Angaben des stellvertretenden Polizeichefs Hossein Sadschedinia.

Trotz eines landesweiten Demonstrationsverbots versammelten sich nach Angaben von Augenzeugen tausende Oppositionsanhänger auf verschiedenen Plätzen in der iranischen Hauptstadt. Bis zu zweitausend Demonstranten kamen demnach vor der Universität von Teheran zusammen. Die Polizei setzte dort Wasserwerfer und Tränengas ein, um sie zu vertreiben, wie die Augenzeugen berichteten.

Auch zahlreiche Bassidsch-Milizionäre hätten auf dem Universitätsplatz Stellung bezogen. Die Bassidsch-Miliz ist eine paramilitärische Einheit, die zu den Revolutionsgarden gehört und bereits in den vergangenen Tagen gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen war.

Auf dem zentral gelegenen Enkelab-Platz verhinderte nach Angaben weiterer Augenzeugen ein massives Polizeiaufgebot eine Großkundgebung. Dabei seien die Polizisten gewaltsam vorgegangen und hätten Demonstranten geschlagen, die den Platz betreten wollten. Ein weiterer Augenzeuge berichtete von mehreren tausend Demonstranten auf dem Asadi-Platz, rund vier Kilometer vom Enkelab-Platz entfernt. Auch dort gebe es Zusammenstöße mit der Polizei.

Ausländischen Medien ist es derzeit untersagt, vor Ort von Geschehnissen zu berichten, die nicht im offiziellen Terminkalender der Ministerien vorgesehen sind.

afp

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