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Politik Seenotrettung: Vorräte auf „Ocean Viking“ werden knapp
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19:25 22.08.2019
Migranten werden an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" aufgenommen. Quelle: Hannah Wallace Bowman/MSF/Sos Me
Rom

Für das Rettungsschiff „Ocean Viking“ und 356 gerettete Migranten ist immer noch kein Hafen in Europa in Sicht. 13 Tage nach der Rettung der ersten Menschen im Mittelmeer vor Libyen schlugen die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée am Donnerstag Alarm. „Jeden Tag verschlechtert sich die Situation“, sagte der Arzt an Bord, Luca Pigozzi, laut einer Mitteilung. Die normalen Essensrationen reichten nur noch für fünf Tage. Zudem gebe es die Befürchtung, dass sich der Zustand einiger Migranten rapide verschlechtern könnte. Die „Ocean Viking“ harrt in internationalen Gewässern zwischen Malta und Italien aus.

Die beiden Mittelmeer-Anrainer verweigern Hilfsorganisationen und ihren Rettungsschiffen immer wieder das Anlegen. Die Odyssee des spanischen Schiffs „Open Arms“ war erst in der Nacht zum Mittwoch nach fast drei Wochen dramatisch zu Ende gegangen. Das Schiff wurde vorläufig beschlagnahmt.

Zehn Tage vor den Wahlen in Sachsen und Brandenburg wird es spannend: Während es der CDU im Freistaat gelang, die AfD abzuhängen, liegen die Rechtspopulisten an Havel und Spree gleichauf mit der regierenden SPD. In einem rot-rot-grünen Bündnis müssten trotzdem die Grünen zurückstecken.

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