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Politik Seehofer will CSU auf Wahljahr einstimmen
Mehr Welt Politik Seehofer will CSU auf Wahljahr einstimmen
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09:43 20.10.2012
„Wenn’s darauf ankommt, halten wir zusammen“: Angela Merkel und Horst Seehofer beim CSU-Parteitag. Quelle: dpa
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München

CSU-Chef Horst Seehofer will am heutigen Sonnabend zum Abschluss des zweitägigen Parteitags in München die gut 1000 Delegierten auf das Wahljahr 2013 einstimmen. Ein Schwerpunkt seiner Rede soll die „Verantwortung für die politische Familie“ sein, also die Geschlossenheit und Disziplin in CSU und CDU. Den Landtagswahlkampf in Bayern will Seehofer aber erst im August 2013 einleiten. Auf seinen SPD-Herausforderer Christian Ude will er deshalb nicht eingehen.

In aktuellen Umfragen liegt die CSU nahe an dem Ziel, das Seehofer zu Beginn seiner Amtszeit vor vier Jahren ausgegeben hatte: die Rückeroberung der absoluten Mehrheit in Bayern. Bei der Bundestagswahl könnte die Partei nach einer von der CSU-Spitze nicht veröffentlichten Umfrage sogar auf 50 Prozent hoffen.

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CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sieht eine frühzeitige Koalitionsaussage der Union zugunsten der FDP skeptisch. „Unsere erste und wichtigste Aufgabe ist, mit unseren eigenen Ideen und mit guten Argumenten die Wähler zu überzeugen und so ein optimales Wahlergebnis für die CSU zu erreichen“, sagte Hasselfeldt der Nachrichtenagentur dpa. „Im Übrigen stellen sich Fragen nach einer Koalition erst nach der Wahl.“ Klar sei aber, dass es nach wie vor mehr Gemeinsamkeiten mit der FDP gebe als mit irgendeiner anderen Fraktion im Bundestag.

Der Parteitag befasst sich auch mit der Bekämpfung der Altersarmut. Die CSU will unter anderem Frauen mittleren und höheren Alters zu besseren Renten verhelfen. Dazu sollen die Erziehungszeiten für Kinder höher angerechnet werden, die vor 1992 geboren wurden.

Beflügelt von den neuen Umfragen demonstrierte die CSU am ersten Tag des Treffens in der Münchner Messehalle Selbstbewusstsein - und schwenkte bei der Euro-Rettung voll auf den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein. In Abkehr von der bisherigen CSU-Linie schloss Seehofer am Freitag sogar erstmals zusätzliche Hilfen für Griechenland nicht mehr aus. Merkel beschwor bei ihrem Gastauftritt den engen Zusammenhalt von CDU und CSU - trotz einzelner Differenzen: „Wenn’s darauf ankommt, halten wir zusammen.“ 

dpa

19.10.2012
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