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Politik Schweiz zieht Vermögen von Flüchtlingen ein
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16:31 15.01.2016
In der Schweiz  (Symbolbild) müssen Flüchtlinge nach ihrer Einreise alle Vermögenswerte über 1000 Franken (etwa 914 Euro) an die Behörden abgeben. Quelle: EPA/VALENTIN FLAURAUD
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Zürich

In der Schweiz müssen Flüchtlinge nach ihrer Einreise alle Vermögenswerte über 1000 Franken (etwa 914 Euro) an die Behörden abgeben. Die Eidgenossen wenden die Regelung lückenlos an, wie das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehmagazin "10vor10" am Donnerstagabend berichtete. In der Schweiz erlaube das Asylgesetz den Vermögenseinzug ebenso wie in Dänemark. Die Praxis des skandinavischen Landes hatte internationale Proteste ausgelöst.

Mann muss knapp 1400 Franken abgeben

Das Magazin berichtet von einem syrischen Flüchtling, der bei seiner Einreise knapp 2.387,55 Franken besaß. Der Familienvater kam nach eigenen Angaben in Zürich in eine Polizeikontrolle. Die Beamten hätten ihn festgenommen und 1.380 Franken konfisziert. Einen Restbetrag von 1.007,55 Franken habe er behalten dürfen. Die Beamten hätten ihm eine Quittung ausgestellt, die in dem Beitrag von "10vor10" zu sehen ist.

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Der Mann beklagte gegenüber den Journalisten, dass er mit dem Geld Kleider für seine Kinder kaufen wollte. "Wir haben nur das dabei, was wir auf der Flucht anhatten." Sie bekämen Geld vom Staat, aber das reiche nur für das Nötigste. "Flüchtlinge haben nicht viel", kritisierte er, "und was sind denn schon 1000 Franken mehr für die Schweiz?"

Von 112 Flüchtlingen Vermögen eingezogen

Die Journalisten fragten auch andere Flüchtlinge, ob auch sie ihr Vermögen abgeben mussten. Zwei antworteten, sie hätten weniger als 1000 Franken dabei gehabt und das Geld behalten können. Ein junger Mann erzählte, dass seine Familie "Ringe und solche Sachen" der Polizei geben musste, weil der Schmuck einen Wert von mehr als 1000 Franken gehabt habe. Laut dem Fernsehbericht haben die Behörden im vergangenen Jahr in der Schweiz von 112 Flüchtlingen Vermögen eingezogen.

dpa/epd/wer

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