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Politik Schweiz führt schnellere Asylverfahren ein
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15:20 28.02.2019
Sicherheitskräfte und ein Polizist überprüfen bewachen den Eingang während des Tags der offenen Türen des Bundeszentrums für Asylbewerber CFA in Boudry (Schweiz). Quelle: Laurent Gillieron/epa/dpa
Genf

In der Schweiz werden ab dem 1. März beschleunigte Asylverfahren in Kraft treten. Künftig sollen die meisten Verfahren innerhalb von 140 Tagen abgeschlossen werden, wie die Schweizer Regierung am Donnerstag in Bern mitteilte. Geplant ist, die Asylbewerber in sogenannten Bundesasylzentren unterzubringen. Behördenvertreter sollen direkt vor Ort die Anträge bearbeiten. Auch Anwälte und Hilfsorganisationen werden vor Ort sein.

Den Angaben zufolge werden die Asylsuchenden Anspruch auf Beratung und eine Rechtsvertretung haben. Die Beschleunigung der Asylverfahren sorge für eine raschere Rückkehr derjenigen Personen, die nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen seien, hieß es.

Bis Ende 2019 sollen über 5.000 Plätze für Asylsuchende in verschiedenen Zentren zur Verfügung stehen. Die beschleunigten Verfahren werden laut der Regierung bereits in Zürich und in der Westschweiz getestet. Die Schweizer hatten 2016 an der Urne dem neuen Verfahren zugestimmt, das mit dem Konzept der sogenannten Ankerzentren in Deutschland vergleichbar ist.

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Von RND/epd/ngo