Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Smartphones für alle Schüler
Mehr Welt Politik Smartphones für alle Schüler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 22.11.2013
Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Nicht nur um die großen Themenfelder ringen CDU, CSU und SPD bei ihren laufenden Koalitionsverhandlungen miteinander. Man will auch Zeichen setzen durch überschaubare Initiativen – vorausgesetzt, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt das nötige Kleingeld zur Verfügung und die Länder machen mit, falls Initiativen in deren Zuständigkeitsbereich fallen. Mit einer halben Milliarde Euro jährlich möchte die nächste Regierung die Jugend im Land auf Digitalkurs bringen: „Jeder Schülerin und jedem Schüler soll ein mobiles Endgerät (500 Millionen Euro pro Jahr) zur Verfügung stehen“, lautet die verlockende Botschaft im fertigen Arbeitsgruppenpapier „Digitale Agenda für Deutschland 2013 – 2017: Chancen für eine starke Wirtschaft, gerechte Bildung und ein freies und sicheres Internet“.

Mit privaten Partnern werde die Bundesregierung ein Rahmenprogramm dafür initiieren und die notwendigen Mittel bereitstellen“, versprechen die Experten von Union und SPD im Konsens. Das dürfte die Herstellerbranche von Smartphones und Tablet-Computern jubilieren lassen. Verbunden mit dieser Digitial-Wucht per Smartphone-Offensive wäre dann auch eine Digitalisierung der Lehrinhalte, aber auch „die technische Unabhängigkeit von gewissen Produkten“.

Anzeige

Zusammen mit den für die Bildung zuständigen Ländern möchte man in diesem Zusammenhang auch „ein bildungs- und forschungsfreundliches Urheberrecht und eine umfassende Open-Access-Politik“ (also freier Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet). Wo immer möglich sollen Schulbücher und Lehrmaterial auch an Hochschulen frei verfügbar sein.

Auch im Bereich der digitalen Spiele will man schwarz-rot-motiviert in Aktion treten. „Digitale Spiele prägen den Alltag vieler, insbesondere jüngerer Menschen in unserem Land. … Die Stiftung Digitale Spielekultur soll durch die Marktteilnehmer weiter ausgebaut werden, um in den Schwerpunktthemen Wirtschaft und Ausbildung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Forschung und Wissenschaft neue Impulse setzen zu können“, heißt es in dem fertigen Koalitionspapier.

Von Dieter Wonka

Politik Iranische Botschaft in Beirut - 23 Tote bei Doppelanschlag im Libanon
19.11.2013
Politik Gretchenfrage in Washington - Iran - was tun?
19.11.2013
Politik Terroristenjagd im Jemen - Ende einer Hochzeitsfeier
Stefan Koch 19.11.2013