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Politik Schwarz-Gelb verliert die Mehrheit
Mehr Welt Politik Schwarz-Gelb verliert die Mehrheit
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08:45 04.12.2009
Lange Gesichter: FDP-Chef Guido Westerwelle und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich den Start wohl weniger holprig vorgestellt.
Lange Gesichter: FDP-Chef Guido Westerwelle und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich den Start wohl weniger holprig vorgestellt. Quelle: ddp
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Laut der Umfrage von Infrastest dimap kommen CDU/CSU und FDP bei der sogenannten Sonntagsfrage zusammen nur noch auf 47 Prozent. SPD, Grüne und Linke liegen dagegen gemeinsam bei 48 Prozent.

Während die Union unverändert 35 Prozent erreicht, verliert die FDP zwei Prozentpunkte und liegt nun bei zwölf Prozent. Die SPD verbessert sich um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent, und die Grünen legen einen Punkt auf 13 Prozent zu. Die Linke büßt im Vergleich zum letzten Deutschlandtrend einen Prozentpunkt ein und liegt bei elf Prozent.

Eine Mehrheit der Deutschen bewertet die neue Bundesregierung mittlerweile kritisch. 60 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit von Schwarz-Gelb weniger oder gar nicht zufrieden. 33 Prozent erklärten, sie seien mit der Koalition zufrieden oder sehr zufrieden. Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei Linken-Wählern, von denen 89 Prozent ihren Unmut äußerten. Aber auch 44 Prozent der FDP-Anhänger sind mit der Arbeit der eigenen Regierung in Berlin nicht einverstanden.

Unzufrieden sind viele Deutsche auch mit dem Rolle von Schwarz-Gelb beim Thema Klimaschutz. 58 Prozent gaben an, die Bundesregierung müsste mehr gegen den Treibhauseffekt tun. 38 Prozent sind der Meinung, die Regierung nehme den Klimaschutz ernst genug. Für zehn Prozent übertreibt sie es damit.

Trotz der Diskussionen um Informationspannen nach dem von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff in Afghanistan erreicht Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei der Politikerzufriedenheit mit 69 Prozent (plus sechs Punkte) seinen bislang besten Wert, knapp hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 70 Prozent (plus drei). Auch die bisherige Familien- und neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) legt zu. 66 Prozent (plus neun) beurteilen sie positiv. Stark verloren hat SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Er sackt um 19 Prozentpunkte auf 45 Prozent ab.

afp

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