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Politik Schwan rechnet sich weiter Chancen aus
Mehr Welt Politik Schwan rechnet sich weiter Chancen aus
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09:54 19.05.2009
Die SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan. Quelle: Jens Schlueter/ddp
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"Schon 2004 hatte ich eine deutliche Zahl von Stimmen aus den Reihen der anderen erhalten", sagte die SPD-Kandidatin der "Augsburger Allgemeinen". Diesmal seien die Mehrheitsverhältnisse "weit knapper als beim letzten Mal". Sie wünsche sich für den kommenden Samstag, "dass zum ersten Mal eine Frau Bundespräsidentin wird".

Die Präsidentschaftskandidatin warb besonders bei den Freien Wählern um Stimmen. "Wir sind uns einig im Hinblick auf die Stärkung des Bürgerengagements, das Unbehagen an der Dominanz der Parteien in der Demokratie, der Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung und einem stärkeren zivilgesellschaftlichen Einfluss", sagte Schwan. Wenn sie mithilfe von Stimmen der Linkspartei ins Amt gelänge, würde sie dies nicht als Makel betrachten. "Die Linke ist von etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland gewählt, man kann nicht einfach diese fünf Millionen Bürger von der Wahl des Bundespräsidenten ausschließen", sagte die SPD-Kandidatin.

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Als wichtigstes Ziel ihrer Amtszeit nannte Schwan im Falle eines Wahlsiegs eine gesellschaftliche Debatte mit einer Übereinkunft, "wie unser Land in Zukunft aussehen soll". Sie plädiere dabei für mehr Bürgerengagement. "Es gibt Empörung über Ungerechtigkeiten in dieser Gesellschaft, die in der Krise besonders hervortreten" warnte Schwan. "Wir erleben vielerorts eine Abkehr der Menschen von der Demokratie - das muss uns beunruhigen, denn Demokratie lebt vom Mitmachen."

afp