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Politik Schramma ruft zu friedlichen Protesten gegen Rechts auf
Mehr Welt Politik Schramma ruft zu friedlichen Protesten gegen Rechts auf
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11:16 09.05.2009
Demonstration gegen den "Anti-Islamisierungskongress" des rechtspopulistischen Bürgerbündnisses Pro NRW Quelle: Philipp Guelland/ddp
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„Köln ist nicht rechts, Köln ist nicht braun, Köln ist friedfertig, weltoffen und tolerant“, sagte Schramma am Samstag auf der Protestkundgebung „Köln stellt sich quer“ in der Altstadt.

Es sei eine „Anmaßung und Dreistigkeit“, ausgerechnet in Köln, in der Stadt der Toleranz und der Vielfalt, mit rassistischen Parolen auflaufen zu wollen. Zum Glück gebe es genügend Menschen, die „Dummheit als Dummheit erkennen und dagegen protestieren“, sagte Schramma weiter. Es dürfe keinen „schäbigen Wahlkampf auf dem Rücken unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger“ geben.

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Scharf kritisierte Schramma gewaltbereite Gegendemonstranten: „In unserer Stadt ist weder Platz für rechtsextremes Gedankengut noch für autonome Gewalttäter. Keine Gewalt in Köln, egal aus welcher Ecke. Demonstriert deutlich, aber gewaltfrei!“

Die Hauptkundgebung von „Pro Köln“ und „Pro NRW“ mit zahlreichen Rednern von europäischer Rechtsparteien sollte am Mittag (12.00 Uhr) auf dem Barmer Platz im Kölner Stadtteil Deutz beginnen. Am Freitagabend hatte das Bundesverfassungsgericht einen von Pro NRW geplanten Umzug durch die Kölner Innenstadt zum Bauplatz der umstrittenen Moschee in Ehrenfeld verboten. Auch darf die Organisation ihre Hauptkundgebung nicht wie gewünscht am Roncalli-Platz neben dem Kölner Dom durchführen, sondern muss die vom Kölner Polizeipräsidium angeordnete Verlegung nach Deutz hinnehmen. In beiden Fällen hatte die Kölner Polizei Sicherheitsbedenken geltend gemacht.

ddp