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Politik Sabotageakte gegen Handelsschiffe – Iran warnt vor „Verschwörung“
Mehr Welt Politik Sabotageakte gegen Handelsschiffe – Iran warnt vor „Verschwörung“
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10:25 13.05.2019
Saudi-Arabien teilte mit, dass zwei vom mutmaßlichen Sabotageakt betroffene Öltanker „erheblichen Schaden“ genommen hätten. (Symbolbild). Quelle: --/YNA/dpa
Dubai

Nach von den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldeten Sabotageakten gegen vier Handelsschiffe vor der Ostküste des Landes haben die USA eine neue Warnung für den Schiffsverkehr ausgegeben. Seefahrer sollten bei der Passage der Hafenstadt Fudschaira Vorsicht walten lassen, teilte die US-Verkehrsbehörde Maritime Administration am frühen Montagmorgen mit. Zudem verortete sie die Koordinaten der mutmaßlichen Sabotageakte im Norden von Fudschaira.

Verletzte oder „Lecks von schädlichen Chemikalien oder Benzin“ habe es bei den Vorfällen am Golf von Oman nicht gegeben, berichtete das Außenministerium der Emirate zuvor. Details, etwa zu den Urhebern der mutmaßlichen Sabotageakte, nannte es nicht.

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Saudi-Arabien teilte mit, dass zwei vom mutmaßlichen Sabotageakt betroffene Öltanker „erheblichen Schaden“ genommen hätten. Einer der Tanker sollte Kurs auf das Königreich nehmen, um dort mit Rohöl für eine Lieferung in die USA beladen zu werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens den Energieminister Chalid al-Fali. Es habe keine Opfer oder Öllecks gegeben.

Der Iran forderte detailliertere Informationen. Der iranische Außenamtssprecher Abbas Mussavi äußerte sich am Montag besorgt darüber, dass Explosionen die Öltanker beschädigt hätten. Es seien indes mehr Informationen über den genauen Hergang nötig. Die Sicherheit der Schifffahrt und des maritimen Transports in der Region sei von höchster Bedeutung. Laut der staatlichen iranischen Agentur Irna warnte Mussavi auch vor jeglicher „Verschwörung“ von Akteuren, die Böses im Sinn hätten. Er mahnte zudem zur Vorsicht vor „Abenteurertum von Ausländern“, das darauf abziele, die Stabilität und Sicherheit in der Region zu untergraben.

Unhaltbare Berichte von Explosionen im Hafen

Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats verurteilte die mutmaßlichen Sabotageakte. Sie stellten eine „ernsthafte Eskalation“ dar, teilte Abdullatif bin Raschid al-Sajani in der Nacht zum Montag mit. „Solch verantwortungslose Aktionen“ würden Spannungen und Konflikte in der Region erhöhen und deren Völker großer Gefahr aussetzen. Auch Bahrain, Ägypten und die international anerkannte Regierung im Jemen verurteilten die mutmaßlichen Sabotageakte auf die Schiffe.

Stunden zuvor hatte der pro-iranische libanesische Sender Al-Majadeen unter Berufung auf „Golfquellen“ fälschlicherweise von einer Serie von Explosionen am Hafen von Fudschaira berichtet. Staatliche und halbamtliche Medien im Iran griffen die Meldung auf. Doch die Nachrichtenagentur AP fand nach Interviews von Beamten der Emirate heraus, dass der Bericht unhaltbar gewesen sei.

Der Hafen von Fudschaira liegt rund 140 Kilometer südlich der Straße von Hormus, einer Meerenge, über die ein Drittel aller weltweiten Öltransporte auf dem Seeweg abgewickelt werden.

Spannungen zwischen USA und Iran

Erst am Donnerstag hatten die USA gewarnt, dass der „Iran oder dessen Stellvertretermächte“ den Schiffsverkehr in der Region ins Visier nehmen könnten. Jüngst beorderte die Regierung von Präsident Donald Trump zudem als Reaktion auf nicht näher erläuterte Bedrohungen durch den Iran einen Flugzeugträger und Bomber vom Typ B-52H Stratofortress in den Persischen Golf. Damit haben die USA ihre militärische Schlagkraft in der Region erheblich erhöht.

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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich seit dem im Mai 2018 vollzogenen Ausstieg der Trump-Regierung aus dem Atompakt mit Teheran stetig verschärft. Washington hat nach diesem Schritt amerikanische Sanktionen gegen den Iran wieder wirksam werden lassen - und diese zuletzt abermals verschärft. Auch Teheran kündigte eine Aussetzung von Teilen des Atomabkommens an. Präsident Hassan Ruhani stellten den verbliebenen internationalen Vertragspartnern ein Ultimatum: Binnen 60 Tagen müssten sie den Atompakt neu verhandeln, um sein Land vor den US-Sanktionen zu schützen. Der Iran werde sonst Uran wieder höher anreichern.

Von RND/AP/ngo/das

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