Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Russische Behörden fahnden nach Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung
Mehr Welt Politik Russische Behörden fahnden nach Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:57 11.06.2021
Der Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung steht nun auf der Fahndungsliste der russischen Behörden.
Der Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung steht nun auf der Fahndungsliste der russischen Behörden. Quelle: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Anzeige
Moskau

Nach dem Verbot der Anti-Korruptions-Stiftung des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny haben die russischen Behörden den Chef des Fonds auf die Fahndungsliste gesetzt. Der im Ausland lebende Iwan Schdanow veröffentlichte am Freitag auf Twitter einen Screenshot von einem Eintrag in die entsprechende Datenbank des Innenministeriums. Zu sehen ist ein Foto von ihm mit persönlichen Angaben.

Schdanow kommentierte das ironisch: „Ich weiß nicht, womit die Fahndung zusammenhängt. Wahrscheinlich mit etwa zehn Strafverfahren, die gegen mich laufen. Aber es ist schwer zu sagen, um welches es sich dabei handelt.“ Der Vertraute von Nawalny hat seine Heimat aus Angst vor Strafverfolgung verlassen.

Mehr zum Thema

Giftanschlag: Nawalny-Team erhebt Fälschungsvorwürfe gegen russische Klinik

Urteil gegen Nawalnys Organisationen: Was ist passiert?

Als extremistisch eingestuft: Russisches Gericht verbietet Nawalny-Organisationen endgültig

Ein Gericht in Moskau hatte am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit entschieden, dass etwa Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK als extremistisch eingestuft und damit endgültig verboten wird. Im Zusammenhang mit einem neuen Gesetz hat das zur Folge, dass Anhänger und Unterstützer des Oppositionellen nun bei allen Wahlen nicht mehr antreten dürfen. Nawalny ist seit Monaten in einem Straflager inhaftiert.

RND/dpa

Der Artikel "Russische Behörden fahnden nach Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.