Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Röttgen glaubt nicht an Chinas Versprechen
Mehr Welt Politik Röttgen glaubt nicht an Chinas Versprechen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:05 07.12.2011
Bundesumweltminister Norbert Röttgen beanstandet die Beteiligung der Industrie- und Schwellenländer am Kyoto-Protokoll.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen beanstandet die Beteiligung der Industrie- und Schwellenländer am Kyoto-Protokoll. Quelle: dpa
Anzeige
Durban

Es genüge für das Land nicht, grundsätzlich internationale Abkommen zu akzeptieren, .sagte Röttgen gestern in Durban. China habe noch nichts davon gesagt, dass es da auch selbst mitmachen würde. „Neu wäre, wenn China sagt, wir sind für internationale Verbindlichkeit, und wir sind ein Teil davon.“

Röttgen meinte, dass eine Verlängerung des Kyoto-Prozesses ohne die grundsätzliche Bereitschaft aller Industrie- und Schwellenländer zu einem verbindlichen Klimaschutz wenig Sinn mache. Klimaabkommen der EU und einiger anderer Staaten, die insgesamt für nur 16 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich wären, seien keine angemessene Antwort auf den beunruhigenden Klimawandel. Röttgen forderte vor allem die Schwellenländer dazu auf, sich dem verbindlichen Klimaschutzprozess anzuschließen. Für Durban werde es entscheidend sein, ob sich am Ende alle an angemessenen, verbindlichen CO2-Minderungen beteiligen wollen. Kanada, Russland und Japan haben bereits deutlich gemacht, dass sie nach der ersten Phase des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls nicht mehr mitmachen wollen.

Nach dem aktuellen Klimaschutz-Index der Umweltorganisation Germanwatch liegen Schweden, Großbritannien und Deutschland im Kampf gegen die Erderwärmung vorn. Am wenigsten scheren sich demnach Saudi-Arabien, Iran und Kasachstan um Klimaschutz. Die USA erreichten Platz 52 von 58 bewerteten Staaten.

dpa/epd.

Politik Schlechte Noten – na und? - Merkel trotzt dem Rating-Stress
06.12.2011
06.12.2011
06.12.2011