Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Rekordtief: USA nehmen in einem Jahr 11.411 Flüchtlinge auf
Mehr Welt Politik Rekordtief: USA nehmen in einem Jahr 11.411 Flüchtlinge auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:49 06.10.2021
Joe Biden, Präsident der USA, hat im Mai eine Obergrenze von 62.500 Flüchtlingen festgelegt, die die USA aufnehmen wollen.
Joe Biden, Präsident der USA, hat im Mai eine Obergrenze von 62.500 Flüchtlingen festgelegt, die die USA aufnehmen wollen. Quelle: Susan Walsh/AP/dpa
Anzeige
San Diego

Die USA haben in den vergangenen zwölf Monaten so wenige Flüchtlinge aufgenommen wie noch nie. In dem vorangegangenen Finanzjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 seien 11.411 Schutzsuchende ins Land gekommen, teilte das Außenministerium in Washington der Nachrichtenagentur AP per E-Mail am Dienstag mit.

Das war weniger als das bisherige Rekordtief von 11.814 im Jahr 2020. Noch im Mai hatte Präsident Joe Biden eine Obergrenze von 62.500 Flüchtlingen festgelegt.

Flüchtende Afghanen wurden nicht berücksichtigt

Nicht berücksichtigt bei den bewilligten Asylanträgen im Finanzjahr 2020/21 sind Zehntausende afghanische Staatsbürger, die mit dem Abzug der amerikanischen Truppen vom Hindukusch nach Amerika geholt worden sind. Viele der Menschen wurden humanitäre Visa unter einem anderen Rechtsstatus gewährt.

Mehr zum Thema

Grenze zu den USA: Berittene Polizisten drängen Geflüchtete in Rio Grande zurück

Afghanistan: Merkel und Biden vereinbaren enge Kooperation in humanitärer Hilfe

Eine Frage von Zivilisation

Als Grund für das Rekordtief bei der Flüchtlingsaufnahme nannte das State Department unter anderem die Corona-Krise. Die Pandemie habe in vielen Fällen verhindert, dass Beamte mit Asylsuchenden außerhalb der USA persönliche Interviews hätten führen können.

Ein weiterer Grund seien Maßnahmen der Vorgängerregierung unter Donald Trump gegen das Flüchtlingsprogramm.

RND/AP

Der Artikel "Rekordtief: USA nehmen in einem Jahr 11.411 Flüchtlinge auf" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.