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Politik Regierungskrise in Großbritannien spitzt sich weiter zu
Mehr Welt Politik Regierungskrise in Großbritannien spitzt sich weiter zu
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13:59 05.06.2009
Premier Gordon Brown (links) und sein zurückgetretener Verteidigungsminister John Hutton. Quelle: Leon Neal/afp
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Wie mehrere britische Medien am Freitag berichteten, reichte Verteidigungsminister John Hutton seinen Rücktritt ein. Er habe dafür familiäre Gründe angegeben, hieß es in den Fernsehsendern BBC und Sky News sowie bei die Nachrichtenagentur Press Association. Laut Sky News will Hutton auch sein Abgeordnetenmandat niederlegen. Vor ihm hatten in den vergangenen Tagen bereits Innenministerin Jacqui Smith, Regionenministerin Hazel Blears und Arbeitsminister James Purnell ihre Rücktritte eingereicht oder angekündigt. Zudem warfen zwei Staatssekretäre das Handtuch.

Bereits vor den Berichten über Huttons Rücktritt hatte Premierminister Gordon Brown für Freitag eine Kabinettsumbildung angekündigt. Er steht wegen des Skandals um Spesenabrechnungen von Abgeordneten sowie der absehbaren Niederlagen bei den Kommunal- und Europawahlen am Donnerstag massiv unter Druck. Umfragen sahen die regierende Labour-Partei bei der Kommunalwahl mit nur 17 Prozent auf dem dritten Rang hinter den beiden Oppositionsparteien, den konservativen Tories und den Liberaldemokraten. Auch bei der Wahl zum Europaparlament wurde Labour eine schwere Niederlage vorausgesagt.

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Hutton hatte erst im Oktober vergangenen Jahres das Amt des Verteidigungsministers übernommen, als Brown unter dem Druck schlechter Umfragewerte sein Kabinett umbildete. Zuvor war Hutton Handelsminister. Als sein Nachfolger im Verteidigungsministerium wird der derzeitige Nordirlandminister Shaun Woodward gehandelt.

afp