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Politik Politbarometer: Grüne ziehen mit Union gleich, SPD auf Tiefststand
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11:54 27.09.2019
Robert Habeck, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, ist mit seiner Partei im Aufwind.
Mainz

Einer Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) geht das von der Bundesregierung verabschiedete Maßnahmenpaket zum Klimaschutz nicht weit genug, 20 Prozent halten es für gerade richtig und 13 Prozent aller Befragten geht es zu weit. Das geht aus dem ZDF-Politbarometer hervor. Besonders unzufrieden sind Mehrheiten der Grünen- und Linke-Anhänger, aber auch der SPD-Anhänger. Selbst für 39 Prozent der Unions-Anhänger gehen die Maßnahmen nicht weit genug.

Die Partei, der man beim Thema Klima am meisten zutraut, sind eindeutig die Grünen. 55 Prozent aller Befragten sagen das. Die anderen Parteien spielen hierbei kaum eine Rolle: Nur 10 Prozent sehen die größere Kompetenz bei der CDU/CSU, 3 Prozent bei der SPD, 2 Prozent bei der AfD, 3 Prozent bei der FDP und ein Prozent bei der Linke. 11 Prozent sagen, dass es keine Partei gibt, der sie dabei etwas zutrauen.

Klimarat warnt: Eisschmelze und Anstieg des Meeresspiegels

Das wirkt sich offenbar auch auf die generellen Zustimmungswerte aus. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, gäbe es im Vergleich zu Anfang September größere Veränderungen: Die Union käme nur noch auf 27 Prozent (minus 1), die SPD auf 13 Prozent (minus 2), die AfD auf 14 Prozent (plus 1), die FDP auf 6 Prozent, die Linke auf 7 Prozent (beide unverändert) und die Grünen auf 27 Prozent (plus 3) - ihr neuer Bestwert. Die anderen Parteien zusammen lägen bei 6 Prozent (minus 1). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine klare Mehrheit.

Irritierend dabei: Trotz der schlechten Werte für Union und SPD erwartet eine deutliche Mehrheit von 72 Prozent, dass die amtierende Bundesregierung bis zur Bundestagswahl 2021 im Amt bleiben wird, 22 Prozent glauben das nicht. Fast genauso viele (68 Prozent) fänden es auch gut, wenn CDU/CSU und SPD bis dahin weiter in der Regierung blieben, und nur 26 Prozent wünschen sich ein vorzeitiges Ende.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 24. bis 26. September 2019 bei 1325 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

RND/cle

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