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Politik Polen will Migranten an Grenze zu Belarus mit „solider, hoher Barriere“ abwehren
Mehr Welt Politik Polen will Migranten an Grenze zu Belarus mit „solider, hoher Barriere“ abwehren
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17:25 13.10.2021
Afghanische Flüchtlinge, die an der polnisch-belarussischen Grenze festsitzen, warten in einem behelfsmäßigen Lager. Die Zahl von Migranten, die über Belarus illegal in die EU gelangen, ist zuletzt wieder deutlich zurückgegangen. Es gäbe einen starken Rückgang irregulärer Ankünfte aus Belarus, sagte EU-Innenkommissarin Johansson am Dienstag (05.10.2021) im Europaparlament in Straßburg.
Afghanische Flüchtlinge, die an der polnisch-belarussischen Grenze festsitzen, warten in einem behelfsmäßigen Lager. Die Zahl von Migranten, die über Belarus illegal in die EU gelangen, ist zuletzt wieder deutlich zurückgegangen. Es gäbe einen starken Rückgang irregulärer Ankünfte aus Belarus, sagte EU-Innenkommissarin Johansson am Dienstag (05.10.2021) im Europaparlament in Straßburg. Quelle: Attila Husejnow/SOPA Images via
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Warschau

Polen will seine Grenze zu Belarus dauerhaft befestigen. Hintergrund ist der wachsende Andrang von Migranten aus Krisengebieten, die über Belarus illegal in die EU einreisen wollen. Geplant sei der Bau einer „soliden, hohen Barriere, die mit einem Überwachungssystem und Bewegungsmeldern“ ausgerüstet werde, sagte Innenminister Mariusz Kaminski über das Projekt, das die Regierung am Dienstagabend verabschiedet hat. Bereits am Mittwoch will sich das Parlament in erster und zweiter Lesung damit befassen, eine Abstimmung ist für Donnerstag geplant. Die nationalkonservative Regierungspartei PiS hat im Parlament zwar keine Mehrheit mehr, ein positives Votum ist aber dennoch wahrscheinlich.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, sein Land werde Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen.

Polnische Regierungsvertreter vermeiden Wort Mauer

Polen hat bereits Ende August mit dem Bau eines provisorischen Zauns entlang der Grenze zu Belarus begonnen. Dabei handelt es sich um einen Stacheldrahtverhau von etwa 2,50 Metern Höhe, der von Soldaten der polnischen Armee errichtet wird.

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Dieser soll nun durch den Bau einer dauerhaften Befestigung ersetzt werden. Polnische Regierungsvertreter sprechen von einer „Barriere“ oder „Sperre“ – das Wort Mauer vermeiden sie. Für das Projekt ist ein Etat von umgerechnet 366 Millionen Euro vorgesehen. Die Aufsicht über den Bau soll der polnische Grenzschutz haben.

RND/dpa

Der Artikel "Polen will Migranten an Grenze zu Belarus mit „solider, hoher Barriere“ abwehren" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.