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Politik Peter Struck ist tot
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18:36 19.12.2012
Von Klaus von der Brelie
Berlin

Peter Struck galt in der Vergangenheit wiederholt als gesundheitlich angeschlagen. Im Juli 2004 erlitt er nach einer Israel-Reise einen schweren Schlaganfall, von dem er sich jedoch erstaunlich gut erholt hatte, sodass er nach einer mehrwöchigen Unterbrechung seine Arbeit als Verteidigungsminister fortsetzen konnte.

Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder äußerte sich am Mittwochnachmittag zum Tod seines Parteigenossen: „Peter Struck war ein großer Sozialdemokrat, auf den die SPD immer bauen konnte. Als Bundeskanzler habe ich eng und vertrauensvoll mit ihm zusammen­gearbeitet. Seine persönliche Integrität und Loyalität haben mich tief beeindruckt. Als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion war er eine tragende Säule für den Erfolg der rot-grünen Koalition. (...) Er hat die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik während seiner Zeit als Bundesverteidigungsminister maßgeblich mitgestaltet. Aber auch im persönlichen Verhältnis zu den Soldaten hat er Eindruck hinterlassen, denn er war nicht nur ein Vorgesetzter, sondern auch ein Freund der Soldaten."

Schröder schreibt weiter: „Er war ein gradliniger, verlässlicher und lebensfroher Niedersachse. Ich werde Peter Struck vermissen."

Struck war erst vor wenigen Tagen als Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt worden. Hier hatte er sein Betätigungsfeld, nachdem er 2009 auf eigenen Wunsch aus dem Bundestag ausgeschieden war. Zuvor hatte er von 1998 bis 2002 sowie von 2005 bis 2009 an der Spitze der SPD-Bundestagsfraktion gestanden. Seine vermutlich größten politischen Erfolge erzielte er von 2002 bis 2005 als Bundesverteidigungsminister – in einem Amt, das er nie angestrebt hatte. Mit dem er sich aber schnell anfreundete, sodass er bei den Soldaten großes Ansehen gewann – obwohl er den Streitkräften eine radikale Verkleinerung verordnete und viele Standorte aufgab.

Struck stammte aus Göttingen und trat nach dem Jura-Studium zunächst in die Hamburgische Verwaltung ein. 1973 wurde er zum stellvertretenden Stadtdirektor von Uelzen gewählt. Aus dieser Position heraus startete er seine Karriere in der Bundespolitik. 1980 kandidierte er im Wahlkreis Celle-Uelzen erstmals und mit Erfolg für den Deutschen Bundestag.

Peter Struck war verheiratet und hatte drei Kinder sowie sieben Enkel. Er wohnte in Uelzen. Seine Frau Brigitte Struck (SPD) ist stellvertretende Bürgermeisterin in Uelzen.

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