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Politik Peer Steinbrück startet Wohnzimmer-Wahlkampf
Mehr Welt Politik Peer Steinbrück startet Wohnzimmer-Wahlkampf
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22:34 13.01.2013
Von Klaus Wallbaum
Der Wahlkampf in Niedersachsen geht in die heiße Phase und Peer Steinbrück wirbt direkt bei den Wählern um Stimmen. Quelle: dpa
Hannover

Zu Beginn der letzten Woche vor der niedersächsischen Landtagswahl nächsten Sonntag nimmt die Auseinandersetzung erheblich an Schärfe zu. Ministerpräsident David McAllister (CDU) warnte am Wochenende vor einem rot-grünen Bündnis, das möglicherweise durch die Linkspartei gestützt wird. „Wir wollen keine Sahra Wagenknecht“, rief McAllister in einer CDU-Veranstaltung bei Vechta. „Das ist unsere Heimat, die verteidigen wir gegen solche Leute.“ Die Linke hatte die Vize-Parteichefin Wagenknecht als Vorsitzende einer Verhandlungskommission bestimmt.

In einer Umfrage des Instituts Info für das Magazin „Focus“ landet die CDU bei 38 Prozent, die FDP bei 4,5, die SPD bei 31,5. Die Grünen kommen demnach auf 14,5 Prozent. Neu ist die Rückkehr der Linken in den Landtag mit sechs Prozent – die Partei war in allen anderen Umfragen seit Monaten klar unterhalb von fünf Prozent geblieben. Nach dieser Umfrage könnte Rot-Grün nur regieren, wenn sich SPD und Grüne von den Linken stützen ließen.

McAllisters Herausforderer Stephan Weil will sich in dieser Woche auf den Streit über richtige Ziele in der Bildungspolitik konzentrieren. Dazu mobilisiert die SPD die gesamte Parteiführung. Am Montag treffen sich Bundes- und Landesspitze zu Präsidiumssitzungen in Braunschweig, dort soll eine „Braunschweiger Erklärung“ verabschiedet werden. Parteichef Sigmar Gabriel erklärte darüber hinaus, die SPD werde unabhängig vom Ausgang der Niedersachsen-Wahl an Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten festhalten.

Nach umstrittenen Äußerungen, unter anderem über das Gehalt des Kanzlers, war Steinbrück in der Popularität abgestürzt. Jetzt will er bei Wählern daheim um Vertrauen werben. Steinbrück besucht am Montag eine Familie in Braunschweig, die 20 Freunde und Bekannte dazu eingeladen hat. Für die Aktion hatte die SPD nach Weihnachten per Zeitungsanzeige Teilnehmer gesucht. 150 niedersächsische Wähler hatten sich beworben. Laut Bundes-SPD soll die ungewöhnliche Aktion zu einer „ungefilterten Diskussion“ zwischen Kandidat und Bürgern führen – ohne Beobachter und Fotografen.

Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler kündigte unterdessen für die letzten Tage bis zur Landtagswahl eine verstärkte Kampagne für Zweitstimmen an. CDU-Wähler sollen damit offensiv  ermuntert werden, ihre zweite Stimmen für die FDP abzugeben. Wie nah sich Christ- und Freidemokraten in diesem Wahlkampf stehen, unterstrich auch McAllister am Sonntag mit einer symbolischen Geste. Der Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat trat als Gastredner auf dem kleinen Parteitag der FDP in Verden auf. Dabei erklärte er, die „Erfolgsgeschichte“ von CDU und FDP künftig fortsetzen zu wollen.

(mit: dpa)

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