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Politik Peer Steinbrück sieht die Grünen nicht auf Augenhöhe
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14:59 25.11.2012
„Ich werde jetzt nicht zum Kuschel-Peer": SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Quelle: dpa
Berlin

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Erwartungen der Grünen nach einem Umgang miteinander auf Augenhöhe gedämpft. „Natürlich soll man in einer Koalition fair miteinander umgehen, aber es wird auch um politische Gewichte gehen“, sagte Steinbrück der „Bild am Sonntag“. „Eine Partei, die doppelt so viele Stimmen oder noch mehr als der kleinere Partner erzielt, wird es nicht an Selbstbewusstsein fehlen lassen.“ SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte den Grünen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit auf Augenhöhe zugesagt.

Kanzler Gerhard Schröder hatte die SPD einst als Koch und die Grünen als Kellner der damaligen rot-grünen Koalition (1998-2005) definiert. Steinbrück betonte nun, er wolle sich mit den Spitzenkandidaten Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt bald zusammensetzen, um den Wahlkampf zu planen. „Ich halte gemeinsame Gespräche für politisch geboten, da beide Parteien gemeinsam regieren wollen“, sagte er.

Überzeugt zeigte sich Steinbrück, dass die Menschen trotz seines holperigen Starts nicht vergessen hätten, dass er in der großen Koalition als Finanzminister erfolgreiches Krisenmanagement betrieben habe. „Ich bin sicher, dass die Bürger meine Leistungen als Politiker in eine angemessene Relation zum Thema Vortragshonorare oder zum Einsatz meiner Bahncard als Abgeordneter zu stellen wissen.“

Seinen Stil will Steinbrück nicht ändern. Möglicherweise wirke er zu kopfgesteuert und wenig emotional. Aber: „Ich werde jetzt nicht zum Kuschel-Peer, in der Rolle wäre ich doch völlig unglaubwürdig“, sagte der 65-Jährige. Seine Familie will er kaum im Wahlkampf einsetzen: „Meine Familie wird sich sehr rar machen und ihre Privatheit schützen“, kündigte er an.

dpa

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