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Politik Patenschaftsnetzwerk: „Deutsche Behörden drangsalieren afghanische Ortskräfte“
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10:33 05.10.2021
Eine Frau, die zusammen mit weiteren Ortskräften aus Afghanistan am frühen Morgen auf dem Gelände der DRK-Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung im brandenburgischen Doberlug-Kirchhainangekommen ist, sitzt in einem Zelt. (Archivbild) Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte wirft der Bundesregierung vor, die ehemaligen afghanischen Helfer von Bundeswehr, Bundespolizei, Auswärtigem Amt und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nach ihrer Ankunft in Deutschland unter Druck zu setzen.
Eine Frau, die zusammen mit weiteren Ortskräften aus Afghanistan am frühen Morgen auf dem Gelände der DRK-Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung im brandenburgischen Doberlug-Kirchhainangekommen ist, sitzt in einem Zelt. (Archivbild) Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte wirft der Bundesregierung vor, die ehemaligen afghanischen Helfer von Bundeswehr, Bundespolizei, Auswärtigem Amt und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nach ihrer Ankunft in Deutschland unter Druck zu setzen. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Berlin

Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte wirft der Bundesregierung vor, die ehemaligen afghanischen Helfer von Bundeswehr, Bundespolizei, Auswärtigem Amt und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) nach ihrer Ankunft in Deutschland unter Druck zu setzen.

Das Vereinsmitglied Alexander Fröhlich sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), Dutzende Betroffene hätten sich hilfesuchend aus Erstaufnahmeeinrichtungen in Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen telefonisch, per E-Mail oder über Facebook an ihn und andere Vereinsmitglieder gewandt.

„Ihnen wird mitgeteilt, sie seien keine Ortskräfte und gedroht, sie müssten die Erstaufnahmeeinrichtungen verlassen und bekämen keine Sozialleistungen mehr, wenn sie jetzt keinen Asylantrag stellen.“

„Infame behördliche Spielchen“

Fröhlich forderte: „Diese infamen behördlichen Spielchen mit ehemaligen Ortskräften und ihren Familien müssen sofort aufhören. Diese Menschen haben wochenlang in Angst vor Ermordung durch die Taliban gelebt. Viele von ihnen sind traumatisiert und konnten sich nur mit großem Glück in einen der Evakuierungsflüge retten.“

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Er kritisierte: „Und jetzt werden sie von deutschen Behördenvertretern in einer gefühllosen, zynischen Weise drangsaliert. Wir verurteilen das aufs Schärfste.“ Zugleich prangerte er die Regelung an, dass nur jene Ortskräfte berücksichtigt werden, die ab 2013 ein Visum für Deutschland angestrebt hatten.

RND/epd

Der Artikel "Patenschaftsnetzwerk: „Deutsche Behörden drangsalieren afghanische Ortskräfte“" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.