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Politik Papst ruft zu tieferen Beziehungen zwischen Christen und Juden auf
Mehr Welt Politik Papst ruft zu tieferen Beziehungen zwischen Christen und Juden auf
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10:08 09.05.2009
Papst Benedikt XVI. Quelle: afp
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„Möge unser heutiges Treffen uns zu einer erneuerten Liebe zu den Schriften des Alten Testaments inspirieren und dazu, alle Hindernisse für die Aussöhnung zwischen Christen und Juden im gegenseitigen Respekt“ zu überwinden, sagte der Papst am Samstag auf dem 808 Meter hohen Gipfel des Berges. An dieser Stelle soll Moses nach dem Zug mit dem Volk Israel von Ägypten durch die Wüste das ihm von Gott zugesagte Gelobte Land gesehen haben, bevor er starb.

Zwischen der katholischen Kirche und den Juden gebe es „ein untrennbares Band“, hob der Papst hervor. Er rief trotz des Nahost-Konflikts zu Zuversicht auf. Dank Gottes Beistand gebe es Grund zu „freudiger Hoffnung selbst inmitten von Leiden, Prüfungen und Drangsal“, sagte er. Bevor Benedikt XVI. die kleine Kirche auf dem Nebo besuchte, die Christen dort im vierten Jahrhundert erbaut hatten, begrüßte er die versammelten etwa 50 christlichen Geistlichen auf Arabisch. Von dem Gipfel schaute der Papst ein paar Augenblicke still auf Jerusalems Silhouette am Horizont.

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Nach dem Besuch auf dem Nebo machte sich der Papst auf den Weg in die nahe gelegene Stadt Madaba, wo er den Grundstein für eine Universität legen sollte. Am Rande seines Weges hatten sich bereits hunderte Menschen versammelt, die Flaggen Jordaniens und des Vatikan schwenkten.

Benedikt XVI. war am Freitag in Amman eingetroffen und vom jordanischen Königspaar empfangen worden. Am Montag reist er nach Israel weiter. Während seines viertägigen Besuchs will der Papst auch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem sowie ein palästinensisches Flüchtlingslager besuchen.

afp