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18:36 17.05.2016
Österreichs neuer Bundeskanzler Christian Kern will mit neuem Stil und einem Wirtschafts- und Sozialprogramm die Alpenrepublik aus der Krise führen. Quelle: EPA/CHRISTIAN BRUNA
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Wien

Der neue Bundeskanzler in Österreich heißt Christian Kern. Der 50-jährige bisherige Bahn-Chef wurde am Dienstag von Bundespräsident Heinz Fischer als 13. Regierungschef der Alpenrepublik seit 1945 vereidigt. Kern tritt die Nachfolge von Werner Faymann an, der vor gut einer Woche nach innerparteilicher Kritik von allen Ämtern zurückgetreten war.

Kern war zuletzt Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Er leitet künftig die rot-schwarze Koalition in Wien, die aktuell wenig Ansehen in der Bevölkerung hat. Kern hat zum Amtsantritt die Regierung umgebildet und drei der sechs SPÖ-Minister ausgetauscht. Mit der 37-jährigen Muna Duzdar, die zur Staatssekretärin berufen wurde, gehört außerdem erstmals eine Muslimin der Regierung an.

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Kern: Größte Wachstumsbremse ist die schlechte Laune

Kern will mit neuem Stil und einem Wirtschafts- und Sozialprogramm die Alpenrepublik aus der Krise führen. "Die gröte Wachstumsbremse in der Wirtschaft ist die schlechte Laune", sagte der bisherige Bahnchef bei seiner ersten Pressekonferenz am Dienstag. Es gehe darum, sowohl einen kurz- wie langfristigen Plan bis 2025 zu entwickeln, der den Standort Österreich wieder attraktiv mache.

"Die Unternehmen haben das Vertrauen in den Standort verloren." Das Land müsse seinen "Nachzüglerstatus" mit Wirtschafts- und Sozialreformen, einem "New Deal" für Österreich überwinden und wieder zu einem Vorzeigestaat in Europa werden. Die Abstiegsängste hätten mittlerweile die Mittelschicht erreicht, sagte der 50-Järige, der zuletzt vor 20 Jahren Funktionen in der Politik hatte. Seine erste Regierungserklärung will Kern am Donnerstag vor dem Parlament abgeben.

dpa/RND

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