Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Obama verteidigt Guantanamo-Schließung als alternativlos
Mehr Welt Politik Obama verteidigt Guantanamo-Schließung als alternativlos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:37 21.05.2009
Verteidigt die geplante Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo: US-Präsident Barack Obama. Quelle: Mandel Ngan/AFP
Anzeige

Obama räumte am Donnerstag in Washington „Schwierigkeiten“ bei der Schließung ein, doch sei sein Plan alternativlos. „Die Beibehaltung des Lagers würde uns letztlich teurer kommen als seine Schließung“, sagte er. Er verfolge weiter das Ziel, Terrorverdächtige mit El-Kaida-Verbindungen von Guantanamo in Hochsicherheitsgefängnisse in den USA zu verlegen.

Obama warf seinen Kritikern vor, mit der Debatte über die Schließung von Guantanamo ein „Klima der Furcht“ zu schaffen. „Wenn wir weiterhin Entscheidungen in einem Klima der Furcht treffen, werden wir weiterhin Fehler machen“, sagte er. Ausdrücklich kritisierte Obama die Politik seines Vorgängers George W. Bush, dessen Handhabung von Terrorverdächtigen die heutigen Probleme erst verursacht habe. „Wir müssen nun etwas aufräumen, das schlichtweg ein Schlamassel ist, ein fehlgeleitetes Experiment, das uns eine Flut von Gerichtsverfahren eingebracht hat.“

Anzeige

Am Vortag hatte Obama eine schwere Schlappe erlitten, als ihm der Senat die Freigabe von Finanzmitteln für die Guantanamo-Schließung vorläufig verweigerte. Auch eine Mehrheit der Senatoren seiner eigenen Partei stimmte für den Antrag. Die Kritiker machen geltend, dass ein Transfer der Insassen auf das Territorium der USA ein Sicherheitsrisiko darstelle.

afp