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Politik Obama und Medwedew wollen Raketenstreit beilegen
Mehr Welt Politik Obama und Medwedew wollen Raketenstreit beilegen
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17:13 26.05.2011
Medwedew hatte erst kürzlich mit einem Ausstieg aus dem Start-Vertrag gedroht. Quelle: dpa
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US-Präsident Barack und Obama und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew wollen den Streit um die europäische Nato-Raketenabwehr beilegen. Man werde gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die „mit den Sicherheitsbedürfnisse beider Länder übereinstimmt und das strategische Gleichgewicht beibehält“, sagte Obama nach einem Treffen mit Medwedew am Donnerstag.

Es komme darauf an, „möglichen Bedrohungen, die wir beide teilen“, zu begegnen, sagte Obama am Rande des G8-Gipfels im französischen Deauville. Nach Angaben Washingtons soll der Raketenschild Europa vor allem vor einem Angriff aus dem Iran schützen.

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Auch Medwedew äußerte sich zuversichtlich. Zwar seien beide Seiten nicht in allen Fragen einer Meinung, entscheidend sei es aber, das Vertrauen zu stärken. Es gehe darum, das strategische Gleichgewicht der Kräfte zu bewahren. Dazu trage auch der neue Start-Vertrag über atomare Abrüstung bei.

Medwedew hatte erst kürzlich mit einem Ausstieg aus dem Start-Vertrag gedroht. Durch eine Raketenabwehr ohne Beteiligung Russlands werde das strategische Gleichgewicht gestört. Dagegen betont Obama immer wieder, dass die Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet sei.

Der geplante Nato-Raketenschild belastet die Beziehungen beider Länder seit Jahren. Nach massiven Protesten Moskaus gab Obama den Plan seines Amtsvorgängers George W. Bush auf, Raketen und Radaranlagen in Polen und Tschechien zu stationieren. Stattdessen sollen die Raketen nun auf Kriegsschiffen im Mittelmeer installiert werden.

dpa