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Politik Obama kommt nicht nach Weimar
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17:12 01.06.2009
US-Präsident Barack Obama Quelle: Saul Loeb/afp

Es bleibe indes bei dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald nahe Weimar. Dies nannte der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) ein „Signal“ an das wiedervereinigte Deutschland.

Althaus sagte der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstagausgabe), er sei „sehr froh“, dass Obama nach Buchenwald komme. Es sei „gut, dass der US-Präsident sich am Ort des schrecklichen Geschehens konkret informieren wird“. Die Visite sei ein „Signal dafür, dass Deutschland die NS-Geschichte weiter aufarbeitet“ und dass es knapp 20 Jahre nach der Einheit „ein starker demokratischer Partner ist, auf den absolut Verlass ist“. Die USA seien „immer erster Garant für die Freiheit und Demokratie“ gewesen, fügte Althaus hinzu.

Ein Sprecher des Thüringer Innenministeriums sagte in Erfurt, für die Visite Obamas in Thüringen sei ein insgesamt zweistündiger Aufenthalt eingeplant. Zur Begründung für den Verzicht auf Weimar gab der Ministeriumssprecher das „enge Zeitfenster“ des US-Präsidenten an, der anschließend Termine in der Pfalz wahrnehmen wolle.

Der Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm, teilte mit, der US-Präsident werde neben Dresden und Buchenwald auch das US-Militärhospital Landstuhl in der Pfalz besuchen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde am Freitag in Dresden ein längeres Gespräch mit dem US-Präsidenten führen, an das sich eine Pressekonferenz anschließe. Davor sei in Dresden ein kulturelles Programm für Obama vorgesehen. Merkel werde Obama in die Gedenkstätte Buchenwald begleiten, nicht aber in das US-Militärhospital.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte bereits am Freitag vorab berichtet, dass ein Vorauskommando des Präsidenten ein „Bad in der Menge“ und einen Besuch der Anna Amalia Bibliothek in Weimar abgelehnt habe und auch ein Besuch des Dresdner Zwinger nicht mehr in Frage komme. Regierungsbeamte in Berlin hätten den Eindruck, Obama lege in Deutschland nur einen „Zwischenstopp“ zwischen seiner politisch brisanten Nahostrede am Donnerstag (4. Juni) in Kairo und dem Besuch in Frankreich am Samstag (6. Juni) ein.

ddp

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