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Politik Obama in Dresden eingetroffen
Mehr Welt Politik Obama in Dresden eingetroffen
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22:24 04.06.2009
Traf am Donnerstagabend in Dresden ein: US-Präsident Barack Obama. Quelle: Norbert Millauer/ddp

In der sächsischen Landeshauptstadt soll der Präsident am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Beide wollen bei einem Vier-Augen-Gespräch unter anderem über die Lage im Nahen Osten beraten. Am Donnerstag hatte Obama in Ägypten in einer Grundsatzrede an der Universität in Kairo für einen Neuanfang zwischen den USA und der islamischen Welt geworben.

Obama wurde am Rollfeld ohne Zeremoniell vom Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Rainald Steck, und dem Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Johannes Beermann (CDU), in Empfang genommen. Anschließend wurde er begleitet von Motorrädern im Autokonvoi in das Taschenbergpalais Hotel Kempinski in der Dresdner Altstadt gebracht. Zuvor waren Züge angehalten und Autobahnabschnitte komplett gesperrt worden. Für das Gebiet um das Hotel gilt noch bis Freitag die höchste Sicherheitsstufe.

Merkel will Obama am Freitagmorgen offiziell begrüßen, anschließend soll der US-Präsident sich im Grünen Gewölbe des Residenzschlosses in die Goldenen Bücher Dresdens und Sachsens eintragen. Im Schlosshof ist nach dem etwa einstündigen Treffen der Kanzlerin mit dem US-Präsidenten eine Pressekonferenz geplant.

Nach dem Gespräch mit Merkel will Obama am Freitag auch die berühmte Frauenkirche besuchen. Begleitet werden sollen beide von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Zunächst hatte es geheißen, dass Obama die Kirche nicht besichtigen werde. Eine Begegnung Obamas mit Dresdner Bürgern gilt hingegen als unwahrscheinlich. Dafür feierten bereits am Donnerstag zahlreiche Dresdner und Touristen auf dem Altmarkt eine Willkommensparty.

Merkel zufolge wird Obama „sehen können, dass aus der Stadt, die lange Mahnmal für Leid und Zerstörung war, durch den Wiederaufbau der vergangenen Jahre ein Juwel geworden ist, das seine Zukunft mit Tatkraft angeht“. Die Frauenkirche war nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von 1994 bis 2005 mit Hilfe von Spendengeldern aus dem In- und Ausland wiederaufgebaut worden. Zugleich kündigte die Kanzlerin ein „intensives Gespräch“ mit Obama an. Darin müsse es um die „neuen Herausforderungen“ gehen, vor denen Deutsche und Amerikaner gemeinsam stehen.

Bereits am frühen Donnerstagmorgen wurden in der Dresdner Altstadt drei Sicherheitszonen eingerichtet, in die der Zugang nur mit spezieller Genehmigung möglich ist. Zudem gab es Einschränkungen sowohl im Straßen- als auch im Schiffsverkehr auf der Elbe. Geschlossen sind noch bis Freitag die Museen im Residenzschloss und im Zwinger.

Unweit der Sicherheitszonen, auf dem Altmarkt, wurde den Besuchern am Donnerstag auf einer in den Farben der US-Flagge geschmückten Bühne ein buntes Programm geboten. Bei Bratwurst, Bier und in Volksfeststimmung konnten sie verschiedenen Musikgruppen lauschen und an mehreren Buden vorbeibummeln. Bis zum frühen Donnerstagabend zog es mehr als tausend Besucher auf die Festmeile.

Am Freitag sollte die Party von 9.00 bis 18.00 Uhr dauern. Auf einer 40 Quadratmeter großen Leinwand sollten alle TV-Bilder vom Dresden-Besuch Obamas live übertragen werden. Die Dresdner Polizei sprach von einem bislang störungsfreien Verlauf. Einige Reisegruppen oder spontan angereiste Touristen hätten aber erstaunt und zum Teil mit Verärgerung auf die Absperrungen rund um die Sehenswürdigkeiten der Stadt reagiert.

ddp

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