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Politik Obama fordert Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba
Mehr Welt Politik Obama fordert Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba
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08:02 25.03.2010
US-Präsident Barack Obama hat die Politik der kubanischen Regierung mit ungewöhnlich harten Worten  angegriffen.
US-Präsident Barack Obama hat die Politik der kubanischen Regierung mit ungewöhnlich harten Worten angegriffen. Quelle: dpa
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US-Präsident Barack Obama hat am Mittwoch das jüngste Vorgehen der kubanischen Führung gegen eine Gruppe protestierender Frauen und anderer Oppositioneller angeprangert. In einer schriftlichen Erklärung sprach er insgesamt von einer „verstärkten Verfolgung von jenen, die es wagen, den Sehnsüchten ihrer Mitbürger Ausdruck zu verleihen“. Das sei „zutiefst beunruhigend“.

Der Präsident, der seit seinem Amtsantritt im Januar 2009 wiederholt auf Kuba zugegangen war, bezog sich unter anderem auf Protestaktionen von rund 30 „Damas de Blanco“ (Frauen in Weiß), einer Gruppe von Angehörigen politischer Gefangener. Die Frauen waren während ihrer mehrtägigen Demonstrationen gegen die Verhaftung ihrer Ehemänner und Söhne vor sieben Jahren mehrere Male von Regimetreuen niedergeschrien und vorübergehend festgenommen worden. Obama sprach auch den „tragischen Tod“ des Dissidenten Orlando Zapata Tamayo an, der zu den damals Verhafteten gehörte und im Februar nach 85 Tagen Hungerstreik gestorben war.

„Diese Ereignisse unterstreichen, dass die kubanischen Behörden weiterhin mit geballter Faust auf das Streben des kubanischen Volkes reagieren, statt die Gelegenheit zu nutzen, eine neue Ära zu beginnen“, hieß es in der Obama-Erklärung. „Heute erhebe ich meine Stimme gemeinsam mit mutigen Menschen überall in Kuba und einem wachsenden Chor rund um die Welt, um zu einem Ende der Unterdrückung und zu einer sofortigen, bedingungslosen Freilassung aller politischen Gefangenen in Kuba aufzurufen.“

Im März 2003 hatte die kubanische Führung insgesamt 75 Dissidenten festnehmen und zu langen Gefängnisstrafen verurteilen lassen. 53 der damals während des sogenannten schwarzen Frühlings inhaftierten Dissidenten sind nach wie vor im Gefängnis. Die Angehörigen, meist Mütter und Ehefrauen, formierten sich zu den „Damas de Blanco“, um gemeinsam die Freilassung der Gefangenen zu fordern.

dpa

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