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Politik Nordkorea trauert an Kim Jong Ils erstem Todestag
Mehr Welt Politik Nordkorea trauert an Kim Jong Ils erstem Todestag
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13:37 17.12.2012
 „Sehnsucht nach dem sonnigen Lächeln des Vaters“, Nordkorea gedenkt seinem verstorbenen Herrscher. Quelle: dpa
Pjöngjang

Ein Jahr nach dem Tod von Kim Jong Il ist der Personenkult um den langjährigen nordkoreanischen Alleinherrscher ungebrochen. Am ersten Todestag Kims wurde am Montag in Anwesenheit seines Sohnes und Nachfolgers Kim Jong Un und dessen Frau Ri Sol Ju das renovierte Mausoleum für die Herrscherfamilie in Pjöngjang wiedereröffnet, wie Staatsmedien berichteten. In dem Gebäude liegen die einbalsamierten Leichname von Kim Jong Il und seines als Staatsgründer verehrten Vaters Kim Il Sung. Auf dem Platz davor versammelten sich Zehntausende Nordkoreaner.

Die Eröffnungszeremonie für den „Kumsusan-Gedächtnis-Palast der Sonne“ habe in einer ernsten Atmosphäre stattgefunden, hieß es. Das Staatsfernsehen des kommunistischen Landes zeigte Bilder, wie sich Kim Jong Un vor überlebensgroßen Statuen seines Vaters und Großvaters verbeugte. An seiner Seite standen unter anderen seine anscheinend hochschwangere Gattin sowie hochrangige Vertreter von Regierung, Partei und Armee. Im ganzen Land ertönten den Berichten zufolge Sirenen. Es habe zu Ehren Kim Jong Ils drei Schweigeminuten gegeben. „Unser Volk und das Militär sehnen sich voller Tränen nach dem sonnigen Lächeln unseres lieben Vaters“, sagte eine Ansagerin im Fernsehen.

Die Veranstaltung war Teil der seit Tagen andauernden Gedenkfeiern für Kim, der am 17. Dezember 2011 im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben war. Nach der Nachricht über seinen Tod war vor einem Jahr auf den Straßen Pjöngjangs eine Trauerhysterie ausgebrochen. Sein noch nicht 30-jähriger Sohn wurde kurz nach seinem Tod zum obersten Führer des Landes ausgerufen. An der Zeremonie im Mausoleum nahmen den Berichten zufolge auch Wissenschaftler teil, die für den erfolgreichen Start einer Weltraumrakete in der vergangenen Woche verantwortlich waren. Auch ausländische Diplomaten, Arbeiter und Bauern seien eingeladen worden.

Die Gedenk- und Trauerfeiern fielen mitten in den fortwährenden Jubel über den international kritisierten Raketenstart. Während Nordkorea von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken spricht, sehen Südkorea, die USA und andere Staaten darin einen Test für die Entwicklung einer Interkontinentalrakete für einen Atomsprengkopf.

dpa

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