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Politik Nach der nächsten Sondierung: Union möchte weiter mit den Grünen reden – Baerbock und Habeck reagieren zurückhaltend
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13:53 05.10.2021
Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Chef, kommen zu den Pressestatements zu den Sondierungsgesprächen zwischen der CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen im Euref-Campus zusammen.
Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Chef, kommen zu den Pressestatements zu den Sondierungsgesprächen zwischen der CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen im Euref-Campus zusammen. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Berlin

Mit dem Treffen zwischen Spitzen von Union und Grünen ist die erste Sondierungsrunde zu Ende gegangen. Die Delegationen um Unionskanzlerkandidat Armin Laschet und CSU-Vorsitzenden Markus Söder sowie die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck kamen dazu am Dienstagvormittag um 11 Uhr auf dem Euref-Campus in Berlin zusammen.

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In der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich besonders Annalena Baerbock und Robert Habeck verhalten. „Wir haben konstruktiv und sachlich miteinander gesprochen“, sagte Baerbock. Das Gespräch sei von Ernsthaftigkeit geprägt gewesen. Es sei aber deutlich geworden, dass man „in gesellschaftspolitischen Bereichen“ weit auseinanderstehe.

Habeck: „Mögliche Schnittmengen ausgelotet“

Ähnlich äußerte sich Co-Vorsitzender Robert Habeck. „Das Gespräch heute war von der Ausgangslage geprägt, dass die SPD vor der Union liegt“, sagte der Grünen-Politiker. „Die möglichen Schnittmengen sind ausgelotet worden. Es gab aber auch Trennendes“, fügte er hinzu. Man werde die Gespräche nun insgesamt auswerten – auch gemeinsam mit der FDP.

CDU-Chef Laschet und sein CSU-Pendant Markus Söder zeigten sich deutlich offener für weitere Gespräche. „Wir glauben, dass ein solches Bündnis eine Breite in der Gesellschaft hat, die es möglich macht, das Land in den nächsten Jahren zu modernisieren“, sagte Laschet. Es seien auch Gegensätze deutlich geworden, aber es sei nicht so, dass diese nicht zu überwinden wären. „Ob der weitere Weg so geht, entscheiden natürlich FDP und Grüne“, so Laschet.

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Markus Söder bewertete die Sondierungen mit den Grünen als „sehr konstruktiv, aber auch sehr ehrlich“. Es habe Punkte wie das Klimathema gegeben, wo man sich angenähert habe. Gesprächsbedarf gebe es aber noch etwa bei der Migration „und anderen Fragen in diesem Bereich“. „Wenn alle bereit wären, aufeinander zuzugehen, gäbe es große Chancen.“ Söder sagte, dass er das Gespräch mit den Grünen „genauso, vielleicht noch spannender als mit der FDP“ empfunden habe. Er bedankte sich für den Austausch.

Führende Grünen-Politiker hatten der Union vor dem gemeinsamen Sondierungsgespräch mangelnde Diskretion vorgeworfen.

Es sei in allen Runden Vertraulichkeit vereinbart worden, sagte der politische Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, am Dienstag im RTL/N-TV-„Frühstart“. „Dass man dann die Kommunikation über die ‚Bild‘-Zeitung betreibt, wirft kein gutes Licht auf die Zustände in der Union“, sagte Kellner, der dem zehnköpfigen Sondierungsteam der Grünen angehört.

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Es sei „auffällig“, dass aus dem einzigen Sondierungstreffen der Union – dem mit der FDP am Sonntag – etwas bekannt geworden sei. „Das hat uns schon schwer irritiert.“ Auf die Frage, ob er sich vor den heutigen Gesprächen von Grünen und Union Sorgen mache, ob alles geheim bleibt, sagte er: „Ja, die Sorge habe ich.“ Ähnlich äußerten sich die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Jürgen Trittin.

RND/sic/dpa

Der Artikel "Nach der nächsten Sondierung: Union möchte weiter mit den Grünen reden – Baerbock und Habeck reagieren zurückhaltend" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.