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Politik Nach Anschlagsserie: Sri Lanka verbietet Vollverschleierung
Mehr Welt Politik Nach Anschlagsserie: Sri Lanka verbietet Vollverschleierung
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09:15 29.04.2019
In Sri Lanka dürfen Frauen vorerst keine Gesichtsschleier mehr tragen. Quelle: epd
Colombo

Muslimische Frauen dürfen in Sri Lanka keinen Gesichtsschleier mehr tragen. Die Anordnung gilt seit Montag und ist Teil der Notstandsmaßnahmen, die Präsident Maithripala Sirisena nach den Anschlägen vom Ostersonntag verhängt hat. Damit solle verhindert werden, dass Menschen ihre Identität verbergen, hieß es. Das Kabinett hatte den Schritt verzögert, weil es erst noch mit islamischen Geistlichen Rücksprache halten wollte.

Bei den Anschlägen auf Kirchen, Hotels und andere Orte waren mehr als 250 Menschen getötet worden. Die Regierung macht islamistische Extremisten für die Taten verantwortlich. Auch nach der Festnahme Dutzender Verdächtiger fürchten die Behörden, dass immer noch mögliche Attentäter mit Sprengstoff auf freiem Fuß sind.

Weitere Festnahmen und Hausdurchsuchungen am Wochenende

Bei Hausdurchsuchungen wurden erst am Wochenende erneut Sprengstoff, Zünder, Schusswaffen, Schwerter und Funkgeräte sichergestellt. Nachdem sich am Freitagabend in einem Haus an der Ostküste des Inselstaates erneut Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten, verschärfte das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für Sri Lanka.

Allein am Sonntag gab es nach Angaben der Polizei 48 Festnahmen. Darunter war auch ein Bruder von zwei der Selbstmordattentäter, bei dem zwei Schwerter gefunden wurden. Ihr Vater ist ein reicher Gewürzhändler, der sich - wie inzwischen mehr als 150 Verdächtige - in Gewahrsam befindet. „Jeder Haushalt des Landes wird durchsucht werden“, sagte Staatspräsident Maithripala Sirisena einer Mitteilung seines Büros zufolge.

Vor einer der betroffenen Kirchen in Sri Lankas Hauptstadt Colombo wurde der Toten mit einem Gottesdienst gedacht. Obwohl die katholische Kirche des Landes wegen der anhaltenden Terrorgefahr bis auf weiteres alle Sonntagsmessen abgesagt hatte, versammelten sich am Sonntag mehrere Dutzend Gläubige auf der Straße vor dem St.-Antonius-Schrein, um an die mehr als 250 Todesopfer zu erinnern. Die Trauernden wurden streng bewacht.

Von RND/AP/dpa

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